Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
417-418
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^ ^4-7 Breche

man bisher den besten bekommen. Allein erwird auch nunmehro schön im Ertzt- Gebirge" ^ und aus dem Hartz gegraben.

> Breche, ist die Eilffle von denen Arbei-t^n, so jahrlich in einem Weinberge zu ver-

^>1!^ richten noryig sind/ und welche folgender'dil- Masse» ins Werck geseftet wird: Nämlichwenn man befunden , daß der Stock auf al-t'ip je» Augen/ fo zum wachsen geneigt/ wohlausgegangen, so sollen nach Gelegenheit ei-nes ieden Stocks, darnach derselbe siarckund kräfftig ist, vier oder zum meisten sünff^ «anse Enden oder Ruthen gelassen, die an-dern aber/ so nicht Wein haben, abgebro->» ' ch-n, und diejenigen, worauf Wein stehet,»wey Blatter hoch über dem Weine ver-/ kmppen werden; wäre aber der Stock nochschwach und matt, demselben soll man überzwey Enden nicht lassen, und sollen son-derlich die Winker diese Vorsichtigkeit ge-? brauchen, daß, so vielmöalich, der Stock^ - zurücke gebrochen, und demselben wohl an^ Erden zum wenigsten em Ende gelassen,"- ' damit der Stock erhalten, und nicht so koch' auf die Achenckel l wodurch dieselbe leichtlich'll: vergehen) getrieben, und nach verrichteter-ik Breche der Weinstock bald möglichst sn die-kni Wle gehesstet werde. DasübrigeHcltz, wo

- ieji nicht Wein daran zu befinden, mu i bis auf-i^» zwey der stärcksten, und zwey oder drey der

- ? Mittel Enden, und also aufs meiste vier oderiK fünff Enden oder gut getriebene Ruthen,ich« nebst einem oder zwey Enden, wenn es guter

i>! Boden, auf der Böae gelassen werden-, wel-üs e che gedachte vier bis fünff Enden, theils anM der Wurxel, als etwan ein oder zwey starcke;mli! Theils aber an den Knoten, deren zwey oderdrey, uud theils auf Schencke!», ettvan einU, oder zwey, zu befinden, daß man also dem, 7?- Stocke nicht mehr, als seine fünff Enden, in» ^ gutem Boden, und wenn der Stock bey

> Kräfften ist, lasse; hingegen, wenn er schwach,dieselben benehme. Diese Arbeit wird ge-meiniglich zu Ende des Mayens, oder nach-

; dem der Stock fein getrieben hat, auch etwaseher verrichtet.

- Breche, ist ein höllzernes Instrument,

> l'zb. li. Kx. i. worauf der Flachs und Hanffgebrechet wird. Es bestehet solche oben anzweyen Stücken Holtz, wovon das eine, so

'beym Brechen unbeweglich stehen bleibet,nämlich ohngefähr neun Viertel Ellenlang, viertehalben Zoll breit, und dritthalben' Zoll starck, auch, ausser denen an beyden En-! ^ den gelassenen Köpffen, mit zweyen durchausk' ^., gehenden Nuthen oder Falken versehen ist,° also, daß in der Mitte ein dunner Steg blei-bet, welcher sowohl, als die beyden «ussern» ' Seiten, oben scharff ist; Zwischen diesen Nu-> , then gehet das bewegliche Theil k. welcheszwey Schärssen und eine Nuthe hat, auchbey c mit einem eingeschobenen hölkernen?! Nagel fest gemacht, und so hoch, oder in sei-^ ner Nuthe so tiess ist, daß seine Schärssen^ durch die untern Nuthen völlig durchgehen.

- Dieses heißt nun eigentlich die Breche, wel-che auf einem mit zweyen von Stangen-Holtze

l lZecoaom. I-cxic.

Brechen Breme 4'«

gemachte» Säulgen ci ci. versehenem Fusse L>so der Steg genennet wird, stehet.

Brechen heißt, wenn man den Hanff oderFlachs, nachdem er geröstet, und in derFlachs Darre, oder an der Sonne dürre ge-macht worden, Bussen-oderPosen-weis querüber das unbewegliche Theil ä per kurgvorher beschriebenen Breche leget, und durchössteres Aufheben und Niederdrücken des be-weglichen Theils k durchaus dergestalt zer-quetschet , daß der Stengel mürbe und ge-schlacht wird, und das Bast nebst dem an-dern unreinen Zeug sich von der guten undtauglichen Materie absondert.

Brechen, pfleget man auch von wildenSchweinen zu sagen, an stat wühlen: Z. E.das Schwein hat imHolke oder auf der Wiesesehr gebrochen, das ist, gewühlet.

Brechen wird endlich auch vom Schro-ten des Kerraides und MaltzeS aesagt. SieheSchroten.

Brechen, heist auch, sich entweder anfein-genommeneBrech-Mtttel oder ummvi, odervon selbst vermöge des Natur Triebes durchden Muud über und allerhand llnrath oderSpeise von sich geben, solchergestalt aber denMa.ien reinigen. Schwache und alte Leutemüssen nicht leicht zu Brech Mitteln ohneden Rath eines verständigen Arfttes schreiten,wie offlers unter dem Schein des Gebrauchsder H ms Mittel sonderlich aus dem Lande inder Wirtsclnsst zu geschehen pfleat. Sonstaber ist rz-i. lpe^acuzna das beste Brech-Mit-tel Siehe des armen Landmanns Artzt, -6.Leipz. z Bogen, wo von denen besten Haus-Mitteln und Euren der meisten Kranckheitenkurk gehandelt ist.

Brech-Stange, ist ein runder oder eckichterStab Eilen, der an dem unter,'.en Ende et-was gekrümmet, breit geschlagen, in derMitte auch wohl gespaltet und bey alle demscharff zu lauffend gemachet ist, um eine Sa-che damit bequem untersahreu zu können, undhat man derer von gar verschiedener Grösse.

Breite, wird im Ackerbau ein ebenes undin einer Fläche, vhne Rain oder andern Un-terschied, hinliegendes Stücke Feld genennet,welches viele Aecker, Iucharte oder Morgen,oder auch wohl ganke Hufen oder Hüben insich hält. Es ist vor den Acker - Bau sehrdienlich, wenn man seine Aecker sein in gan-zen Breiten zusammen liegen und nicht mitandern sich zu meliren hat.

Breme, ist eine Art grosser graulichterFliegen, welche bey warmem Sommer-Wet-ter dem Pferd und Rindvieh mit Stechenund Beissen sehr beschwerlich s.Uen; solchesaber zu verhindern, darss man das V>eh nurmit dem Sasst aus Kürbis - Blättern, odermit Wasser, darinne acstossene Lorbeeren ge-sotten worden, bestreichen. Die 5»h^leuteziehen Hanff samt dein Kraut aus, wenn siees haben können, und bestreichen ihre Pfcrdedamit. Wenn man Attich-Kraut und Knob-lauch durch einander ni »inet, den S'fft dar-aus presset, .Schmeer dazu thut, und allesin einer Pfanne unter einander pregeln läßt,0 so