4-5 Bramiellein Braune Magdlein
Braun-Wurtz Braunstein 4,5
Die Wurkel iß klein und zasericht. DiesesKra^t wächset auf Feld-Rainen, Wiesen undin Wäldern, in kühlem Grunde, und blühetfürnemlich im Mus und nilio, wiewshlMl!!' -MW bis ill d.m Herbst hinein noch der-gleichen Blüthen findet. Die innaen Grau-neilen - Blatiem isset man an etlichen Orten,wie eine i S :lat; sviistcn ader ist es ein treff-liche? Wund-Krank, indem es alle äusserlicheund ini ^rüche Verletzungen heilet/ das ge-ronnene Geblüt zertheilet, auch unter dieGur- el - Wasser mit genommen wird. DerSaßt widerstehet der Mundfaule, und weiler inch ein auserlesenes Mittel wider dieBr-Wne ist, so mag das Kraut daher denNahmen Manuelle bekommen haben.
Braunellein, ist em gemeiner Vogel, derzu Herbst-Zeit auf vsnen Fiucken - Herdenvsst gefangen wird, uno den Nahmen mit derThat führet: Denn er ist am gantzen Leibebraun, ausser daß er an der Brust fast eineFarbe hat, wie die Rebhüner an der Brusthaben, roch etwas dunckler, die braune Fardeam Rücken ist last wie dieHänffiinge am Ru-cken find. Seins Leibes'Gestalt ist länglich,wie eine Nachtigall, wiewohl das Brannel>lein viel kleiner, und nicht so hochbeinig!ist, so daß, ob es schon grosser, als ein Roth-kehligen, es iedoch, wenn es »eben demsel-ben sitzet oder hüxsset, viel niedriger aussie-het als dasselbe, dem es sonst sowohl, als derNachtiaall, in vielen Stücken gleichet, ab-sonderlich aber dieser letzter» dem Schnabelnach. Es bringet seine Jungen, und zwarmehremheils fünssbis sechs, an bergigten Or-ten aus, und pfleget seinen Strich im Herbst,wiewohl nur einzeln, mit den Fincken zu hal-ten , bleibet auch einzeln mir dem Rotkkehli-geu zurücke, und wird in Zimmern so kirreals dieses, da es denn mit gemahlenen Hanss-Körnern und untermischter Semmel qespei-ftt und erhalten werden kan. Das Weiblsinist in der Brüt-Zeit so frech , daß, wennes in einem Gemach eingesperret ist, (ob esgleich kein Männlein bey s>> hat) dennochalle Haare, Flachs, Werck und was es erhä-schen kan, hinweg nimmt, ein Nest davonmachet, und sich darüber setzet, folglich da-durch ihre Begierde zur willigen Brüt zu ver-stehen giebet. Dieser Vogel hat darinnen et-was besonders, daß er seines gleichen locket,und der Lock begierig folget, auch dahero mitauf den Fincken-Herd zur Lock getragen wird.Man fangt ihn auch in den Stauden, sowohlFrühlinas - als Herbst-Zeit, mit einem Mei-senschlag, wie die Rothkehligen.
Braune Mägdlein oder Feiier-Röslein,sind annehmliche Blumen, davon man dreyer-ley Gattunaen hat. 1) Die gemeinsten sinddie schonen Mennig-farbenen Rösleni, »iwen^dig ein schwartzeS Sternlem habend, welches„ichr anders ausstehet, als wenn eine schwartzeKohle zwischen glüeuden läge. Ihr Krautist schier dem Fenchel-Kräurig gleich; ihreBluth - Zeit aber fällt im Majo und Iuuivein. Nach den Blumen folgen kleine läng-lichte, dreyfache und spitzige Kimfflein, in
welchen der kleine schwark - grüne Sawenverborgen lieget. -) Die andre Art h« P«.merantzen sarbene Blumen, und ist schon ^was seltener, als die erne, ausser der ssarbeaber derselben in allen Stücken gleich. z)A,>dritte Gattung hat Schnee-weisse BlwMund ist die rareste; wird nebst der andern i«April oder Majo gesäer, und blühet ziemlichlaua.Das Kraut wird sehr nutzlich zu Schnei-Rädern gebraucht, indem es die böse kGFeuchtiakeit ausführet, und den Schweiß -e-waltia treibet-
Vraun-Rokl, siehe Aol)I.
Braun Vvury, sonst auch Sau-Wmsund groß Feigwaryen Rra„r aenannt, j<iein Kraut, welch-s gerne an Hecken und Z»»-nen, hinter alten Mauren, auch an feucht!«und wässeriaten Otten wachset, und imMj»und ^unio blühet. Man h !t derselbenzwcW-ley Ä t, die kleine oder das Mannlein, s«auch die stinckcude Braun Wurk neuen«wird, hat eine weisse, grosse und knoilichleWurkel, aus welcher viele eckigte, röthlichleoder braune , anderthalb Ellen hohe Giengilhervor kommen. Diese sind mit k-rcke»schwartzlichten und ein wenig zerkerbten M-tern besei-t, welche etwas glätter als dieNes-sel-Blatter, ausser diesem aber denenselde»in allen aleich sind, und, so man sie jemi-bet, einen starcken Geruch von sich gek»,Auf dem Gipffel der Stenael und NetwZweige erscheinen lwaun - rothe Blüinlm,wie ein Helm oder holes Schnecken-Häuslei»/so zu runden ansgespitztcn KnopäeiN vM, Saamen werden. Die grosse oder ds«l Braun ^vliry ^Veiblein, ist d. m Männlei»i an Blumen, Saamen, Glättern und ^tei-^ gelu, wie auch am Geruch allerdings aleich,und beruhet der Unterschied allein in i«Farbe und an der Grösse denn das Mibln»wird mehrentheils Manns hoch, die SleiWiund Glatter aber sind Saat-grüner Farbe,Die Wurtzel hat wenig Knollen, hinM»desto mehr Zssern. Wer dieses Kraut in Mnem Garten haben will kan es im FruhiMvomSaamen, und im Herbst von denSäM-lingen fortbringen, es muß aber in einen?»-ten uud feuchten Grund gesäet und geMzet werden. Das Kraut mit samt der M-zel im M'jo ausgegr.ben, gewaschen und psäubert, giebt, wenn es geflossen und aMpresset wird, einen Safft, weichen man «>-übers Jahr in einem wohl vermachten eimGlase aufhebet, und denn mit Wachs wBaumöl, jedes aleich viel, vermischet, Mlich alles mit einander ans einemaufwallen lässet, und also zu einermachet, welche allerley böse Geschwüre,und Räude heilet. Der Saame soll
dem Gisst einiger «nassen widerstehen/
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er mit Weine getrunck.m wird.
Brau-Psanne, siehe Brau Nessel.
Braunstein ist ein Stein, der WMagnet gleich kommt, nur aber etwa« >Braune fällt. Er ist der Glasmacher MSeisse, indem sie ihn zum hell und klar >«chen des Glases brauchen. Aus P>emw ^