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[1] (1764)
Entstehung
Seite
413-414
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^ 4,z B rau - Haus

gebraucht, wo das Brau-Hans von dem Kel-ler entfernet ist. Endlich müssen auch vor-Handen seyn Füll Lager, die Bier-Fässer bemn^ Füllen oder Biersassen darauf zu legen; Kru-cken und Besen, da-' Bier und was sich ae-sei^t hat, auf der Kühlung iusammen zu keh-R.- ren. Aus dem Malk-Tenne derWeich-Bot-ticl), das zum Brauen bestimmte GrtrAdedarinnen einzuweichen; Schlüsseln, das Maltzmit zu arbeiten -c^ > Brau Haus, lst ein Gebäude, worinnenBier gebrauet, und alles, was zum völligen

> Biersieden oder Brauen vom Änsang bis zumEnde gehörig, angetroffen und ausgehaltenwird. Es soll dasselbe sein groß, raumig und

" wcit, (damit mmr sich wohl darinnen reaen?- könne) auch von Steinen und zwar also ans-' gebauet seyn, daß die Sonne nicht viel hin-ein scheinen könne, und es im Sommer fein'5 kühl darinnen sey, sonst werden die Biereleichtlich saner und verderben. Der Plansoll' etwas erhaben, und in keiner snmpffiaten und- morastigen Gegend, sondern rein und sowohlmit gesunder Lnfft, als mit gutem Wasserversehen seyn. Wo keine Steine vorhanden.? die Kosten nicht hinlangen, kan mau

nurHolk nehmen, und bey dessen Anrichtunac dahin sehen, daß die Pfanne oder Kessel mitjhrem Camin oder Rauchsang, so wcit vonden Wanden abgefeget und ausgebauet werde,daß das Gebäude vom Feuer keine Gefahrund Schaden zu befürchten habe. Oder, soman >a die Brau-Pfanne oder Kessel/ wie«. in Wohn - Häusern oder in kleinen ?riv->r'<» Brau - Häusern öffters erfordert wird, andie Wand ftken muß, dars man nur an sel-big« Seite eine steinerne Wand oder Brand-Mauer halten, daß vom Feuer dem Gebäude- » kein Schade zugefüget werden möge- Dievornehmsten keguillr-, und Gelegenheiten beyeinem Bran-Hause sind: >) Ein fester, fan-berer und geraumer Mal«-Tenne mit dem-O dazu gehörigen Weich Bottich. 2) Eine wohl!- anaebrachte Maltz Darre. ;) Eine genuasam"S? weite Brau-Stäte, worinnen der Brau-Kes-sel oder Brau-Pfanne, der Stell-Bottich,

> ^ Bier Bottich, und (wo keine Gähr Kammer^ vorhanden) der Gähr-Bottich, die Kühlen,"< Kühl-Stöcie und Kühl Schiffe, die Füll La-'ie S«, und das zu einem Gebräude nöthige Ge-

fässe stehen können. 4) Eine Netz Kammer.A ;) Eine oder mehr Hopffcn-Kammern. 6)Vorraths Böden zu Gersten, Weiken, undzedirrtemMaltze. 7) Etliche Boden zu eini-ger Treugung des Maltzes an der Luffr, oderzu rurem Lufft-Malye. 8) EineGähr-Kam-

> mer, dergleichen aber nicht aller Orten be-kannt oder gebräuchlich ist. ?) Gute und nichtan die Sommer-Seite oder gegen Mittag ae-bauete Keller. ic>) Eine Hvltz-Lege, nichtweit von der Unterseurung des Kesseis und derDarre entfernet. 11) Line Schirr- und Be-sässe - Kammer, oder vermachter Schuppenhierzu, und iz) eine wohl angelegte Pompeoder Plumpe, wordurch man das Wasser indas Brau- und Maliz-Haus, auch anderer nö-thig« Orten bequem ymdMMli k«n, damit

Brau-Kessel Brauttelle 414

nicht solches mit arosser Mühe und llnkostendaizu erst ben'etrasen werden müsse,j Ära», - Ressel, ist ein von Kvrsser verfer-tigter Kessel, oben etwas weiter als unten,l weicher rings herum eingemauert, und untenher m>r einem Ofen versehen ist, dc-mit Feuerdarunter gemacht, und das Bier in solchemKessel gekocht werden könne. Ein Kessel,welcher ftniskehal!'Ellen LeipziaerMaac- weit,und dritthalb Elle tief ist , halt geiau^igvier und zwiinyig Bettel Bier, zu tneySchock oder hundert und achtzig Kannen dasViertel gerechnet,

ES wäre sonderlich zu wünschen, daß mansich insonderheit be? denen Brau-Kesseln undPlannen derer verschiedenen guten Arten vonOefen bedienet«, die d .s immer rarer wer-dende Holy sparen h»!ff,n; dazu insonder-heit i>r»s. Lehman», noch besser aber HerrLeiitmami im Q,i'>u^.,r^ Anleitung

gegeben. Allein man bleibt noch an vielenOrten bey seiner alten verschwenderischen Artso sehr, daß man auch össters nicht einmahldas Feuer in bess-ndere Oefen, sondern frey un-ter die Brau Kessel machet. Uibrigens giebtan vielen Orten auch die Gerechtigkeit, sol-chen Brau-Kessel zu halten und denen Brauen-den gegen einen Pfannen Zins zn leihen demgemeinen Wesen oder auch gewissen Güternund Herrschassten eine seine rev--n,ie. sindüberdieß hat es auch seinen Nutzen in deruttd

Brau-Rnechte, sind Leute, die das Bier-brauen ordentlich geiernet, und bey grossenBrauwesen dem Bierbrauer oder Bran Mei-ster brauen heiffen, auch im F»!! der Nothderen Stelle vertreten können. Man nennetaber auch diejenigen Brau-Rnechte, welchezwar das Brauen nicht gslernet, iedoch demBrauer mit Plumpen oder Wasser-und Holk-Tragen, Möschen, Schöpffen, und derglei-chen Arbeiten bey einem ieden Gebräude andie Hand gehen, »nd entweder, als andersArbeiter, ihr T«ge.'Lohn, oder aber, welchesgebrauchlicher, von iedem Gebräude etwasgewisses zu Lohne bekommen.

Brau Meister', siehe Bierbrauer.Braun, ein Braun wird insgemein cmPferd brauner Farbe genennet, als we!6)e einevon den vier Haupt-Farben der Pferde ist,und in die dunckel braune und licht-brauneüberhaupt eingetheilet wird. Unter allenBraunen werden die Castanien - Braunen,ingleichen dieDunckel-Braunen, wenn sie ge-spiegelt, so, daß die Spiegel, ein ieder vondem andern abgesondert, können gezahlet wer-den, vor die besten gehalten- Siehe Pferd.Braun-Bier s Bier.

Braiinelie, Bruneile, Antoni-Rraut,Gottheit, ist ein wüdes Heilkraut, welcheseinen viereckiaten, braunen und rauhen Sten-gel in der Höhe einer Spanne, auch zn Zei-ten noch höher treibet. An desselben Gleichenoder Absätzen stehen allezeit zwey rauhe Blät-ter gegen einander über, zn oberst aber kom-men blau und Purpur,farbeneBlümlein, wel-che mit kleine!! Blatlein untmvachscii sind.

Die