4ii Brat-Pfaime Brat-Würste
einen mit einem breiten Blech belegten Rostdahinein, und aufsolchen sodcnn crstdieBrat-P^anne mit dem Fleisch. In dem Osen-Thür-lein wird ein Lüsst Loch aelassen, dadurch demBitten nach den Umstanden die Hiüegegeben,und auch temperiret werden kan.
Brat-- Pfanne, ist ein ablanges und amBoden platt ausgewöibtes Gefässe von Thonoder Töpffe?-?e»g, verschiedener Ervsse/ wor-inn ?n die Braten in den Back vder Br.it Ofeneinaeseüet und gebratenwe> den. Man hat sieauch von Eisen Rieche mit zweyen Handgrif-fen, oder auch nur mit einem, und am BödenMich aus, weiche genieinialich unter den amSpiesse steckenden Braten geseüet werden,damit sich das davon abtrieffendeFett darinnenauffnneu und sammlen möge.
Drar Rost, siebe Rost
Brak ^pieß, ist theils ein grosser an einemEnde uigesrimer eiserner Spieß °u den sta'ckenund vfft sehr schweren Braten, der entwedermit dem svii-iaen Ende auf den Brat - Bockqeleaet, und dessen anderes Lude mit demBraten Wender verbanden ist, oder der »er-mittelst einer am anderen Ende daran gem ach-ten Kurbel von einen! Menschen herum ge-trieben und dahero auch ein ^and-^pießgeneunet wird, theils aber sind mittler Grösse,und auch wohl gany kleine von HM, dieman am allerliebsten zu mancherley Vogel-werck «-brauchet, und schreibet man nebst demWeinreben-Holy und dem Eschen - auch demHasei-Holk die Eigenschafft zu, dass, wennzum Exempel einige Lerchen an dergleichenHoitz geuccket, an das Feuer gesteliet wür-den, ein solcher Spieß, wenn ex vom Feuerwarm werde, sich von selbst«! zusamt denVögeln herum drehe, und dieses so langetreibe, bis er gantz schwär», undaleichsamzurKohle geworden. In denen grossen Hos- undGar - Kuchen werben aemeiniglich auf auseinander gespreizten Brat-Bvcken drey bis vierflber einander gehende Spiesse gefunden, so,daß die unterste» zum theil von den oberenBraten zualeich mit besessen werden.
Brat-TeUer oder Schüssel, ist ein grosseram besten oval gemachter unnei ner Teiler, odereine flache Schüssel mit e nem schmahlenRande, darinnen das Gebratens aufgetragen,und bequem zerleget werde» kan.
Brat -Würste, werden unter den so vielenund mancherley anderen Arten diejenigen ge-uennet, deren Fülle aus Schweinen-Fleischfolgender Gestalt zubereitet wird: Man hacketvon dem kurzen Hüls Fleisch und Lenden Braten der Schweine alles unter einander rechtklar, menget würfiich klein geschnittenen Speckdarunter, würyet dieses mit halb gar gestossenein Pfeffer, geriebenen Citronen-Scheler, undetwas SM, so viel als recht ist. Hieranfstös-set man, wenn zum lliberffuß e-n wenia Wemhinzu gegossen worden. vieseffülle durch einenVvlirst-Biegel in saubere und fein rein ge-machte Schweine -Därme: Oder man fülletauch mit eben dieser, aber nur etwas klarergehackten Materie sehr rein geputzte Schaaf-Äämie a», weiches eben die lo-M-mute»
Vrau-Gefäffe
Citronen-Wurstlein sind, welche zusaim^»^ erst beschriebenen nach diesem entweder M^ dem Rost aebr-iten, und so trocken verspeisoder mit folgenden Soffen zugerichtet werden- können, wenn sie voryerosein safftig uiidM»l so gar sehr gebraten; nemlich man' braune Butter, aiessetSenff uiidsodenuWj»i hinzu, würtzet es mit Zugber, Pfeffer Ml Jucker, thut noch ein wenia kuu!Iln»s>y,sxj.i^enen-Schelcr hinein, und lässet eecinuieiÄ^ durch einander kochen; oderni'n legeiiaeiW^gar gebratene Würste in einen Tiegel, Metwas Wein und Fleisch-B^'ihe darauf sch,g.det Citronen-Schelf nndTitronen -chckEhinein, thut auch eine aa -!,e Zwiebel dW,und lässers also mit einander kochen. Wen,iw bald gar, brennet nun ein wenig Ml«in Mehl daran, thut dieses nebst Imw,Pfeffer und ein wenig Zucker hinzu: LAlwenn man Mebl in Butter braun aemachr,Fleisch Brühe m t wenigem Eßia hinzu pavssen, Lorbeer Blätter, Roßmarien. Pfef-fer und ^ngber darzuaethan, und alles Msamnien kochen lassen, gieffet man ferneremNösel guten Wein kinzn, leget die Brat-M-ste in die Brühe, wie auch aeschnitteneCitro-nen Scheler und eine H m? voll Caper», Mläffets wobl durch einander dämpffen, soqickdieses ein Esse» von einem besonders anneh,«-lichen Geschmack.
! grauen, suche Dierhrauen.
ZAran:r siehe Bierbrauer.
Brau Kefaffe wird alles zum Brauen gehö-rige und benöthiite Geschirre genennct, «U:Ein tieffer runder küpff.'rner Kessel, oder der-gleichen gevierte länglichte Pfanne,die am Ti-den aanst glatt ist; zwey grosse starcke höltzemBottiche, nelni-ch der Stell-Bottich MMost!» Bottich >»!t seiner Zugehormig, u»dder Bier - Bottich. Ein Wurst Trog oderGrand. Ein grosser Käkr Bottich, obermer klein, deren mehrere; zwey oder drey Kuh-len; (Kühl Schiffe oder ^ühl Stöcke) etli-che lange Rinnen, auf welchen man das kalteWaffer von und aus der Pumpe in den Bm-Keffei, oder in die Brau-Pfanne, und»heisse aus dem Kessel oder Pfanne in denMosch Bottich, und den Mosch wiederum »!den Kessel, Hern ich das gesottene gute Mauf die Kühl-Schiffe, und also von einem Ge-schirre ins andere führet, und lauffen lm>Ei» Hopsen-Korb, Schier oder Zuz-Stom-Etliche starcke Rührstecken. zu AbmosäMdes Mawes, oder zu dem weiffen Biere MSchauffein, die an der Säten Ränfstt ^ ^ben; ferner ein paar Schöpffen oder SaM^Gelten mit lanaen Stielen iiüt welche» mmdas heisse Wasser aus der Pfinne M »«MösÄ-Bottich, denn den Mosch w^derden Kessel, auch das Bier aus denn .'lbcii mdie Küdl-Schiffe schopffet ?c. Eine» ^mehr Trag - Eimer, Zuber oder Kübel, Hdurch man einen ziemlich dicken Stecke»Stanaen stecket, da ' ihrer zween eine» stMEimer oder Zuber auf der Achsel, und dasoidarinnen an behKrigen Ort tragen möaeiua»'ven Zemeinislich »uk an denjenigen ^