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--Ss Bade-Haube Bade-Melde
^ den in Wasser abwäschet und reiniget, oderA i? guck «ur zur Gesundheit erwärmet. Es kan'' «> »ieses Baden theils im kalten, theils iin war-^men Wasser aufkellet werden- Zum kalte»id» »ad bedienet man sich eines reine,! nicht>' diiallzu tieffe» Flusses , oder eines besonders-dich ": dm« angeleateu und in aew.sse Luw.. eii,--li«' «efaßren reinen Wassers. Der warmen Ba-wln - der hergeaen hat man zweyerley! Naturlt-che, weiche theils aus sr^i-mirem am Feuer' warm aem.ichten reinen Wasser, wie in denm. ^ ^ Bad - Stuben geschiehet, zubereitet werden.« . ° theils aber auch in warmen aus der Erve, ''.'k« «ats»niigwee!!, usd durch Alaunische, Küpf-^ s->-j,e, Salpeteriiche, Schw-siiche, Vitrio-ijsche, und dergleichen Mineren gelauffene»Wmer bestehen, dergleichen das Actuer-
- il»; Caris-Baö, Emser-Schlangen-Töplmer-
Wiese» Bad u a. m. Riinsiliche, weichex von den in der Schmeltz- Hütten
i g.,s vem Herde gestochenen heissen Schlacken,:«» Z, ,.,an in einem Gesäß mit Wüster adlö-« kschxt, zubereitet, und insgemein Schlacke»-x>ad-r geneunet werden, zum Theil aberl <w- mancherlei, Krckuter», Wurtzeln, Blu-A »! men und Saunen,E. von Camillen, Lieb-^ Stöckeln, Griechischen Heu, Mutter-Kraut,N°<m in» , Srem - Klee, und dergleichensich rochen lassen, um dadurch dem KörperZ N« des Menschen in gewissen Fällen und Gebre-i Ml? chen Hüi<e zu schaffen. Sonst badete mansich in diesen Gegcnsen häufiger als heut zuTage H r.iächst lasten sia) die Bäder ab-theilen in öffentliche und privat- Bäder.Zu denen ersten können gezahlec werden diei'iteiüc. »ur erwähnte natürliche, als das Äckncr:c.? - k». »>chr weniger die in denen Städten einze-> !§führte Bad- Stuben. Die letzten aber be-«reiffen die sogenannten Bade-Zimmer indenen Palläste» grosser Herren, ingleichen^ gehöret dazu, was bey dein Worte Bad-Stube ;i>»> Ende gedacht wird. Weil auchbey dem Basen ein und andere Stücke vorkommen, derer man höchst-benolhiget, als^ »»rd es nicht unrecht gehandelt sey», wenn^ ,^ solche in ihrer Ordnung ebenfalls allhier er-
- '/sl? kläret zu finden. Also ist eme
-''V Lade-Haube, ein oben über dem Kopff zu-stmmen gereiherss weisses Leinen-Tuch, sozuweilen gar sein mit bunter Seiden oder^ Garne ausaenäbet, dessen man sich bey demt»!' Baden, und sonderlich das Frauenzimmerin diesem Fall bedienet, um die ausgestochteneHiare dÄrunler aufzubehalten.' Bade-Mautel, ist ebener mästen ein austbl' weUer Leinwand oben her zusammen gereihe-tes, oder etwas langes Tuch, so fast einer Wei-der-Schürfe gleichet, welches das Frauen-zimiier bey dem Baden über sich zu hängen
- cN' , »fteger.
rS-f. Bade-Molde, ist ein von Kupffer, meisten-M, theils oval- und flach-getriebeneS Gefäß, dar-Nü, innen das ueugebohrne Kind, so wohl unniit-AS e- lelbar nach der Geburt, als auch einige Zeit, hmnch ein oder etliche mahl gebadet und ge-,j,B reinigtt wird.
i Baie-Schwamm,sieheMe«'-Schrv<;mm.
Bade-Schnrtz Bad-Stube 206
Bade-Schury od^r Schiirye, heistct nichtnur das niedere Kleid von Leniewand, wel-ches bey dem Baden die Manns-Personengebrauchen, den untern Leib damit zu de-cken ; sondern man nennet auch also dasje-nige besonders darin geschnittene Bor-Tuch,testen iiw das Frauenzimnnr absonderlichbey den, Swropffen zu bedien«, rfleget- EShat dieses leitte einen angeseklen n„d in Fal-len gelegten Latz, welchen sie von vorne»her vorzunehmen pflege» , da der Rücke»aber zum Schröxffen srey bleiben muß.i Diese, nebst der Haube und dem Mantelpfleget man zuftmmen das Bade-Zeuy zunennen, und solches unter diesem Titel inden Arisch - Registern und lnvsn»cnz jufuhren.
B«de-Vvanne, wird in den Bad-Stube»und auch sonst insgemein dasjenige helyerneGeiäß genennet, darein eine erw ichjcne Per-son sich festen kan, um theils zur Gesundheit,theils auch nur zur Reinlichkeit, ihren Leidabwaschen und reinigen zu lasten Das ge-meine Volck bedienet sich auch ftat der Bade-Molden eines solchen, aber un.Ueich kleiner»Gefässes, um ihre jungen Kinder darinnenzu baden, und Heisset dieses aledenn ein Bade-wänngen.
Bade -Vvisch, ist eine von reinem zarte»Stroh mit verschiedenen Fäden an einandergeheffrete Decke, die bey dem B,iden der jun-gen Kinder vvn einigen Weibern gebrauchet,und ihnen untergebreitet wird.
Badian oser Stern-Anis, ist eine auslän-dische Frue. t, weiche in der grossen Tartareygegen China bänfig wächset, und daher auchvon einigen 'Ldln>slscher oder SinesischeeFenchel genenuetwird. Den Nahmen Stern-?lnis aber hat er daher erhalten, weil dieHülse, worinne» die Saamen.Körner sitzen,die Figur eines Sterns von sechs oder siebe»Spitzen vorsteUcl, und einen lieblich.» aus'Anis und Fenchel vermischten Geruch uudGeschmack hat. Der Saame ist länglichtund glänyend, wie der Lei»-Saame, aberv,el grösser. Den Nahmen Badian hat ervon denen Russe», welche ihn des Morgenskauen, das Haupt zu stärcken, und einen rei-nen Athem zu machen. Bey u»v wird er starckzu denen Wasser-Debauchen gebraucht, und i»Thee und Cassee gethan, denen er einen an-muthigen Geschmack giebet, und dabey zurMagen-Stärckung dienet.
^ Bad-Sn,be, heistet insgemein derjenigeöffentliche Ort, wo der darüber bestellte Baderseine Bade-Gäste, mitB!den, Schröpffen undSchwitzen zu accommodiren pfleget. Es müs-sen dieselben also angeleget seyn, dav nichtnur viele Personen darinnen zugleich sich auf-halten, und doch nicht von einander gesehenwerden können; sondern es wird auch erfor-dert, daß iedes darinnen abaetheiltes Bchälk-iiiß einige über einander erhöhete Sitze, uudsein eigenes Wasser habe, daß man nach sei-nem Gefallen sich das Bad selbst war,» oderlaulicht zubereiten könne- In manchen ge-nieinen Srädlcn pflegen dieiechen etwa wo-G 4 che.ttlich