Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
203-204
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Vack-Ofen

Back

Ofen-Zins

Haushaltuna, vcr welche man das Brot dar-innen b.'cken soll, e ngerichtcr swn muß :Denn, wenn er zn Min, müßte man densel-ben desto öfter heilen, und w. rde solcherge-stalt das HM eben so vergeb ich »eisplitterr,-ls mit einem all-«-;rksse» Back-Ofen, wel-cnen man nicht^ülien lsure. und doch gebühr-lich heiyen «uüCte. -) Ein durchaus glei-cher Ht'd von Ziegel-Steinen, welcher mitbessnderm Fleiß vnd Äccuratesse gemachtfern w>!!, danur er sich »irgendwo, fürnem-lich aber mckr an den Seiren herum ftn.-e,weil auf einem Angleichen Herde die Hisesich nicht so wohl austheilet, als auf einemgleichen, z) Eni autes Gewölbe, welchesnicht tintee fünfzehn, und nicht über vierund zwanma Zoll h?eh senwn: Denn ieiniedriger das Gewölbe ist, ie besser ist es, und^ie leichter lässet es sich auch seien ein gros-ses hsiften. Nach diesem Geivölde muß auchdas Ofe» - Loch eingerichtet, und nicht grösser sevn, als daß mm ein Brot ein / unssusheben möge. 4^ Em, oder (ivie die Be-cker zu baden xfleaen) drey Lnft - Zug - »derRiuch-Löcher, weiche wohl an-ebracht, undvon gleicher Gösse seyn müssen) d«mit siealle drey gleich ziehen: Denn wo ei>ies am-sen bleibt, da ists gesehlet, weil daselbst derOfen nicht so aut erhitzet, daher auch dasGebäcke ungleich wird, und umschlaget.Durch Hülfe dieser Link-Löcher brennet dasnahe bemn Ofen-Loch emgeleate Ho!« hur-tiger, und hitzer schneller, weil es von demstarck-auswallenden Rauch nicht verhindertwird. Und endlich 5) eine gute über dasGewölbe geschlagene Lehm-Haube, wie denn«uch gedachte Zug Löcher doch und derb mitLehmen überzogen werden sollen. Dieses istdie gemeine Art. Aliein man hat verschiede--lie Verbesserungen. Insonderheit ist derGrund zum Herde vor allen Dinqen wohl«»zulegen, nachdem man die Einfassungs-Mauer etwan ? Schnh doch dazu gemachet.Denn daraus mnß die Erde des cinaefas'tenPlatzes sehr gleich geebnet, sehr feste geram-melt und dar mf erstlich mit Felosteineu ei-nen halben G'chuh hoch überdecket, diese aberMit Sand wie Gassen-Psiaster wohl aus - undüberschüttet werden. lind hierauf wird einedünne Leim - Suppe gemacht nnd solche dar-über her gegossen, damit sie sich in Sand zie-he. Mit solchen Schichten eontinuire, bisdie z schuhigre Herd - und Grund - Mauergantz ausgefüllet ist. Hierauf ist nun die ober-ste Flache erst gantz eben mit Sand zu be-legen, und mit gebrannten Mauerstücken eingleicher waaerechter Herd zu machen, aufdiese aber eine Schicht ungebrannte Mauer-Steine in Lehm, ter reckt in die-Fugen zustreichen, zu legen. Nach diesen wird dieStirn-Mauer, und so gleich auf diesen Herddas Osen-Loch mit gebrannre» Mauer-Steimm aufgese^et, iedoch aber muß diese Stirn-Mauer im cwendig wieder mit unaebrann-ten Mauer Stemen in Lehm "Gefüttert,!und hierauf das aamze Gcwrlb" von sol-chen Slen.en jMgemaueit werden. Sie

m- ssen alle in die Quere gemauert werde»,damit d»S Gewölbe so dicke w-rd, als einsolcher Stein lang ist, nemlich 1 tzch^hdicke. Man laßt dieses alles wohl trock-nen, hierauf aber das Gewölbe erst mire-brannten Mauer - Steine» übecmüuer».Die Steine müssen alle schMg, hinten breitund vorne schmal seyn. Endlich wird esmit enier seinen dicken Lehm-Haube, dar-auf Sand aestreuet wird, wenn sie »ochnaß ist, überzogen, und der Sand hinci,,aedrück t, Hinten in der M-ner/ so demO-en-Lcche gegen über st.ber wird ein eu»;ia Loch in der Mitte, halb so groß als.dasOfen-Loch, eingebracht, und eine Fener-M uer daran ausgeführet. In welche manauch just über dem Loche einen Schiebermachen und solchergestalt dieselbe zur Ver-wahrung der Hi»e verschliessen kan.

Back-Ösen-Zins, ist dasMiae Geld,welches entweder die Unterthanen einerHerrschaft, so einen Bann - oder Zwang-Back-Ofen hat, wcrinnen sie ihr Brot zubacken verbunden sind, entrichte:! müssen;oder aber ein Nachbar, der keinen Back-Oftn hat, demjenigen, der ihn in deinstinigen backen lasset, jährlich daoor be-zahlet.

Back-Radlein, ist ein kleines eisernes odermessm.zenes ausgezacktes Rädlem, mit einemSiiel versehen, weiches in der Küche beim.Backen zu Abschneidung des Teiges gebtaii-cher wird.

Back - Schaufel, oder, wie sie an einiMOrten aeneni'et wird, Brot- Scheibe, Schie-de oder Schiesse, ist ein rundes oder viereckig-tes dünnes Bret, welches etwas breit und.lang, an einer langen Stanze fest gemachtist, worauf man den zu einem Brot fornm-ten Teig legt, um solchen damit füglich ein-schiessen, und in den Back-Ofen setze» jilkönnen.

Back-Schüssel, ist eine runde, von Strchoder Weiden geflochtene, oder von Aspe»-Holtz ausgebrehere, oben weil und unten enzzusammen laufende Schüssel, worein derauSgewirckte, und zu einem Brot formitteTeig bis zum Einsetzen geleget wird. Manbedienet sich auch in denen Küche» de-rer voa Hol«; ausaeschniitten oder gedrechsel-ten Schüsseln, so, daß sie zu allerhand Mbraucher werden.

Back-Steine, s. Ziegel-Steine.

Back-Trog, ist eusslanaes, höltzewÄaus dem Ganyen gehauen, und hehl zeir»»ausgearbeitetes Gefasse, oben abiang - vier-eckigt, und unten mulden-sonnig, wonil-neu der Teia zum Brote angemacht wiro.Auf den beyden langen Seiten .!ehen hintenund vornen zwey Handhaben hervor, bei, webchen zwey Personen den Back-Trog hmwieder tragen können. D^e bestenTröge werden von pappeiweidenen St»^men aemacyt.

Bad, Heisset sowohl der Ort, als auch ^jeniaeVerrichtung selbst, daben man entir^'den gantzen Leib, oder den meisten Theil m^