Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
207-208
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207 Bähung Bäncke

chent-ich, oder auch wohl nur in einigen Wo-chen einmahl geheitzet zu werden, da dennein Junge durch die Gassen gehend/ und inein meßingen Becken mit ememKleppel schla-gend dadurch anzeiget, daß dielen Tag dieStube geöffnet werden solle, und mansich derselben bediene» könne. Es pflegen«uch in einigen Privst Häusern vordiedarin-nen wohnende Familien dergleichen angele-get und darneben dergestalt mit eingerichtetzu werden, daß sich selbige zugleich zu einemWasch Hause mit brauchen lassen- Ehemalsda das'Baden mehr gebräuchlich war, tön-ten solche Bad-Stuben von Geldeinheiten,Städten, Ritter-Gütern vortkeilhafflig an-geleael und verpachtet , oder sonst genutzetwerden.

Der Bad Studen-Rns und Schweiß, dersich von den Wänden sammlen lässet, erwei-chet die Geschwür, welche »och nicht zeitig seyn,dienet vor das Nieren-Wel» uud die Mutter-Beschwerung , inzleichen ist er gut vor dieFeig-Wartzen.

Bahr siehe Eber.

Bähung, wird genennet, so man ein er-krancktts und halb abgestorbenes Glied durchdie Warme . vermittelst der Oeffnung derSchweiß-Köcher wiederum zurechre bringet.Es wird dieses aber auf unterschiedene Artvorgenommen, indem entweder nach erfor-dernden Umständen gewisse nützliche Kräuterklein zerschnitten in ein Säckgen gethan, sol-ches hierauf durchnähet, und in Wein, Bier,Ccjent, oder auch in ordinairem Wasser ge-kocht, und auf den schadhassten Ort so warm,als man es leiden lan, aufgeleget, auch damitso lange eonrinuiret wird, bismanHütffever-srüret; oder, man runcket in die ausgekochtenKräuter ein Tuch, schlägt es so warm als mög-lich über den Schaden; oder, man lässet nurden Dampff von selbigen an den preßhasstenOrt: oder, man räuchert denselben imt der-gleichen über einem Kohl Feuer angezündetenMaterialien, bey welchen zwey letzten Artenman das Glied wohl darüber halten, und zu-gleich umhüllen und verwahren muß, daß derDampffoderRauchdieses wokl treffe, undsel-diger >a nicht vergeblich vorbey ziehe.

Bäneke, sind hölkerne, von der Erde, durchsogenannte Beine, nicht gar zu hoch erhabeneSitze; welche entweder beweglich oder fest ge-machet. De letzten werden theils zwey- undmehrfach oderStuffen-weis über einander ge-taner, wie in den äu-nrorUs am hohen undniedern schulen, ingl.ichen in den öffentli-chen Schau-Plänen, theils aber uur einfach,mit gewöhnlichen Baii-k-Eisen an dc» Wän-den befestiget; Die beweglichen hergegen seynbald mit, bald ohne Lehnen, bald bestehen sieaus einem Sitz vor eine eintzele Person, baldkönnen drey und niedrere zugleich neben ein-ander daraussiken. Die, so da Lehnen haben,behalten daher den Nahmen Lehne-Bäneke,und die legten, wo nemlich mehr als eine Per-son daraus sifien kan, heisset man Schoß-Baneke; Diese werden zuweilen auch st breitgemacht, die Lehne i» der Mitte und auf

Bänder -az

beyden Seiten dieSike seyn, so, daß zwischenzwey Tischen dergleichen Banckgestellet, sieg»einer Seite für ieden Tisch Sitze abgiebt.

Bänder, heissen diejeniaen Sachen, womitetwas an einander befestiget wird. Also nen-net man ein Band die Schale, welche zu meh-rerBeständiakeit nnd Befestiaung desvvrhengeheffteten Buches dienet; Nicht weingel-ben die BUlen Binder eineni Pack Waare hierund da, mittelst eines Seiles, einen Band, »i»solchen aus vielerley Sachen bestehendenM-len desto fester zusamnien zu hallen; derglei-chen auch die Aufiäder in acht nehmen, unddie auf dem W !gen wokl znsammen und inein-ander geschlichtete Ballen-Fässer, und derqlei- .chen, gehörigen Orts mit einem Band, sv aujKetten oder Strängen bestehet, wohl vernäh- ^ren.Insonderheit aber werden unter demWorteBander, verstanden, die so manche Mverschiedene Arten der Fenster- nnd Thur-Be-schläge, vermittelst derer die Fenster und Thü-ren selbst vor dieOeffnungen fest und zugleichbeweglich gemachet werden, r-ib. i üZ.4. Abestehen aber die von der ersten Art in dem»gewöhnlichen Winckeln n. 1, die von der ander»hergeaen entweder in yebrochcn-11 wel-che theils gerade ausgehend, mitSchwalben-Schwänyen-, und ohne dieselben n.,, theilsgekröpffet sey» ->.4 ; Oder, in Gewinden ge-llenden k, dergleichen die Französische undEnglische Creutz- n. 5, »i>d Nuß-Bänder n-6,oder in iH«aken - Bändern c). jugleiche»Band-Haaken, die mit einem Oehr versehen,und um einen eingeschlagenen Haaken -> sichbewegen. Die ersten können auch eingelassenoder versencket, auch nach Beschaffenheit derUmstände gekröpffet sey», und dannenheroanden Thüren derer so mancherley Kasten, Kä-then, Kutschen, Schräncke und dergleichenmehr gebrauchet werden; Die letzten hergegensind theils gerade ausgeschweisset, und habennur vornen an dem einen Ende das Oehr, mgleich hinter demselben derNied-Nagelzuste-hen kommt, dem noch einige Schlosser-Nagelfolgen, welche den gemeinen Nahmen der Hau-ken-Bänder n. 7 behalten, und zu den Thor-wegen, Haus- und Stuben-Thuren, Fenkel-Läden u.s.s, dienlich seyn; Theils aber theile»sich am andern Ende auf beyden Seiten inForm eines Widder-Hornes, und heissen daherauchBocks-Hörnern-n. Theils sind endlichaleich hinter dein Oehr ansein Blech angesett,und bekommen den Nahmen Füll-Bändern. p, weil sie entweder gleich den knrtz vorhergehenden, an den Thüren, die Füllungen ha-ben, gebranchet werden; Oder, weil das Blech/darauf sie gesetzet, nach derForm einer FullM 'gemacht. Zuweilen sind diese Bleche nachei-ner gewissen Figur ausgeschnitten und duiv >brechen, daher dergleichen auch alsdenn dmM

brochene, ^gleichen ^aul>-Bander n. iZge-

nennet werden. ^ ,

Bänder, heissen auch in demAimmer-Wr«^üb. I Kzz.; lange schräg-liegende Holtz-r-/ ^s> welche an diejenigen Oerter mit eincebuipden werden, wo man in Sorgen stehen mWdaß das Zimmer-Werck daselbst sich .