»6? A ussak Ausschneiden
die eisernen Oefm, ausdieSimse derCamineund kostbaren Schräncke, oder sonst hm undwieder in den Kaien und Gemachern aufzu-stellen gewohnt ist. Hiernächst Nennet manaber auch einen
Aufsay dasjenige höltzerne, lind nach ei-ner auten Provorlion in verschiedene Hohenabgetheilte Postement, zusamt dem zum Anf-pup und Genuß darauf ausgestellten Conseet,nebst den hier uNd Sa in kleinen Schälgenangebrachten und mit cin->eschobenen einge-machten Aachen. Dessen man sich bey grossenund ansehnlichen Ausrichtungen öffters be-dienet.
Aussay, Heisset endlich bey einer Fontaine«der Spring - Brunnen ein gewisses vonKuvss'r od?r verzinnetem Tisen - Bleche hohlverfertigtes Rahren - Mücke / welches andemjenigen Ende der Röhre, wo das Wasserheraus spruigen soll / aufgestecket, und dasWasser dadurch gezwungen wird, daß es al-lerley Gestalten und Figuren iHrffellet. ^
Aufs Blat lauffcn, ist ein Weydmanni-scher Wann nemlich im Monat
Llugusto die Reh-Ziege von dem Bock gesn-chet wird, und dieser der Stimme seines Re-hes nachg-het, welcher Ruf deraestalt subtilschallet »'-'d lautet, als ob man auf einemBlat pfiffe. Unv dieses heisset: der Bocklaufft aufs Blat. Die Rehe - Ziege läufftzwar auch aufs Blat, aber nicht ehe, alswenn >ie ihre Jungen hat, und dieselben vonihr abgegangen seyn. Der Rebe-Bock läufstin seiner Prunfft, weiche im December ge-schiehet, noch einmahl aufs Biat.
Ausschärssen, heisst bey den Jägern amWildprct oder andern: Wild die Haut oderden Bala aufschneiden.
Ausscheuren, siehe Aufwaschen.Ausschlage, werden bey denen grossen Vo-gel - unv auch Fincken - Herden diejenigenHöltzer, mit denen dadurch ausgespanntenbesten aenennet, vermittelst dererselbe»Rückung die Vögel vfft hanffeu - weise ge-fangen werden.
Ausschlagen, ist eine gewöhnliche Arbeitden dein Waschen, da nunmehr» die ausge-spülte und starck ausgerungene Wasche vonß?rück zu Stück aufgeschüttelt, ordentlichüber einander geschlagen und mit den Hän-den glatt auSgesttichen wird, ehe man sel-biae zu treuaen aufhänget. Es muß diesesdarum vorgenommen werden, damit die beydem scharffen Ringen in die Wäsche gemachteFalten und Runkeln wiederum heraus ge-bracht, und die Wäsche eben also glattge-strichen an der Sonne oderLufft trocken wer-den möge.
Ausschneiden, Heisset bey den Wintzern»der Wein Gärtnern so viel, als, beymSchnitt das Hol«, so lang als es am Sto-cke gewachsen, stehen lassen, bis man es zurSencke brauchet. Dieses geschiehet, wannlediae Plätte zu sencken in denen Gebir-ge» vorhanden sind. Siehe Schnitt inIvem'bcrjM.
Aufschüben Aufstechen i»,
Ausschi,!-yen, Heisset sich lange Kleidetdurch ein B.:nd kurtzer machen oder aufbin-den, wie die Mägde mit dem Schürye-Bandthun.
Ausschütteln, heissen die Drescher, wen»sie ein abgedroschenes Stroh mit den Hände»,oder mit der Schütte-Gabel wohl ausM-teln, damit nicht viel Körner im Stroh blei-ben mögen.
Ausschütten nennet man, wenn einratb von Getraide aus gewissen Böden z«.sammlet und ausbehalteil wird. Ein gute,Haus-Vater ist hauptsächlich darauf bedacht:Und alsdenn sollen dergleichen Böden vor al-lerley Ungeziefer, wie auch anderm schäd-lichen Vieh wohl verwahret ftyn, doch müs-sen sie überall aenugsame Lufft haben; Be»dem Ausschütten selbst nimmt er in acht, daßauf dem Boden iedcs mahl ein Raum übrigund unbeschüttet bleibe, damit das Getnidebequem umgestochen werden könne, wie demdergleichen zum vfftern geschehen muß, solles nicht schadhafft werden.
Ausschütten , das Korn oder ander Ge-traide, so gemahlen oder geschroten werd«soll, in den Rump schütten.
Aufschwängen wird t>on den Stall-Knech-ten die Verrichtung genennet, weun siebe?garstigem Wege ihren Pferden die Spike»des Schweiffes enlwedcr mit diesen Haare»selbst, oder auch wohl nur mit einem kleinenStroh - Seil in die Höhe fest zusammen bin-den, damit durch den langen Schweiff wederdie Pferde, noch vermittelst des SchwciffeSUmschlagen das Geschirr so sehr voll Kothbeschmieret werden können.
Aufschwänyen, heissen die Köche, wennsie die Hechte insonderheit, als welche sicham besten darzu schicken, nachdem sie amBauche aufgeschnitten, und das Eingeweideheraus aenommen, gegen den Kopff zu beyden Grälen auf den beyden Seiten aufschli-tzen, selbige zusammen krümmen, ihnen de»Schwank durch das Maul ziehen , da sievorhero unten den Kovff auch wohl durch-schneiden , daß der sich recht breit druck»lasse, und also sieden.
Aufseyen, sagt man, wann dem Hirsche»oder Reh - Bock das abgeworbene Gehörn«wieder wächset.
Aufseyen, wird auch von den Rächerin-nen gebraucht, wenn sie bey einem Hemde andie eingesaltcne Ermel oder den HalS, in-gleichen aus die Manschetten und andere der-gleichen eingerichtete Arten der Wäsche d>egehörige Bindgen setzen, selbige zu beyde»Seiten anstechen, und iede ausgestrichene Falltin dem Annähen mit fassen. .
Aufsenen, die Haare, oder den Kv?ff/siehe Aufsay.
Ausspülen, Heisset das rein - gescheuerttKüchen - Berathe und Tisch - Geschirre >ndem Spül - Fasse aus reinem Wasser ab-spülen- , . .
Aufstechen oder Aufstecken, ist eine beson-dere Kunst einiger Wäscherinnen, d» sie M