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[1] (1764)
Entstehung
Seite
163-164
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liz Aufgelaussenec Ksch

Aufgelauffener Koch

diese» Tcia. Schüttet solchen i» den mitKrebs-Butter sehr siarck bestrichenen Reiffen,bestreichet auch den Koch oben auf noch mitKrebs-Butter, ohnaeachtet er schon sehr fettdamit angemachet worden, setzet ihn im Ofen,oder in eine Torten-Pfanne, und wenn et'gut,traget ihn warm auf- Aufgelauffener Möd-ren-Roch: Reibet aelbe Mohren, nachdem sierein gesch sbet, ohne sie erst ins Wasser zu legen,auf einem Reibeisen recht klar, und da sievielSaffr bey sich haben, müssen solche in einemClisseroi überm Feuer gantz trocken abgerühretwerden, schlagt hernach; Eyer daran, und hal-tet mit dem Rühren so lange an, bis sie durchvnd durch trenge. Darauf rührt sie in einemReß'-Asch gank glatt ab, thut etwas Butter,so über dem Feuer erst zergangen, inglelchennoch io Eyer hinein, und rühret es wohl untereinander. Nehmet ferner noch 10 Dotiern,etwas eingeweichte und wiederum wohl aus-gedruckte Semmel, inglelchen drey viertelMund geriebenen Zucker darzn, und rühret die-ses alles auf das fleißigste eine gute viertelStunde unter einander. Schürtet diesen Teigendlich in den zubereiteten Reiffen, setzet selbi-Mi in einen B>ck-Ofen oder in eineTorten-Pfanne, und backet ihn gemächlich, richtet ihn,wie vorige, an, und gebet ihn warm oder kaltauf den Tisch. Aufgelauffener Mandei-Roch: Ziehet ein Pfund Mandeln oder derenmehr ab, leat selbige, doch nicht allzulang, inkalt Wasser, stosset sie in einem Mörser, abernicht aar zu klein, sprenget unter wahrendemStössen ein bißgen lautere Milch, oder an de-ren stat ein wenia Rosen-Waffer, hinzu, doch,daß sie nicht zu feuchte werden, sonst bleibtder Koch siken- R'ihret diese geflossene Man-deln in einem Reib-Asch mit - bis z Eyernklar ab. Nach dem Abrühren schlaget wiederso vielEyergankhinein, und noch einigeDot-tern, daß in allem i; Eyer aufein Pfund Man-deln geseket werden, und mischet solches wohldurch einander, thut ferner in einen ordinärenLöffel ein wenig Saffran, rührt ihn darinnen»nit Milch abe, und giesset solchen unter dieMändsln, die darneben aeruhret werden müs-sen. Wenn sie nun schone aufgelauffen, thutein viertel Pfund feinen klar-geriebenen Zuckerhinzu, und haltet immer mit dem Rühren an.Bereiche- den Reiffen mit Butter, machet ei-nen festen Teig an, setzet den Reiffen aufeinenblechernen Teller, bestreichet unten herum denReiffen mit Eyern, legt auch den Teig untenum denselben herum, befestiget beydes? daßkeineLufft heraus kanmnd bestreichet denTellerinwendig ?uch mit Butter; Giesset den abge-riebenen Mandel-Teig sodenn hinein, setzt ihnin einen nicht gar zu heissen Ofen, uns lassetihn backen, da denn die oben angeführte Probemit dem Hsltzgen anzeigen kan, ob er genuq ge-backen. Bey dem Anrichten wird der Teigunten vom Teüerweqgeschiiitte», derReiffab-gezogen und dieser Koch aufs schönste x^rmrer.Aufgelaufener (Quirlen - Aoch: Schaletschöne, doch nicht gar zu viel Quitten, schneidetdieKriebse heraus, kochet sie im Wasser gahr,schabet selbige sehr klar, und mbt sie meinem

Reib-Asch auf das zarteste. Machet aus demWeissen von «Eyern einen Schnee, rührersei«bigen darunter, reibet noch ein halb Pfund Zu-cker darzu,und rühret alles aufdas beste.dieses geschehen, schlaget noch von üssyer,,Schnee, thut diesen vollend hinein, sob^ihles in den Reiff schütten wollet, und sedu ezunverzüglich in den Back-Ofen. Aufgelds,fencrRelß-Roch: Wenn ihr elnh-ibPsWrein ausgeiesenen Rejß mit Heissem Wafferze-brennet, so lasset ihn in Milch nur halb gchausquellen, und rühret ihn, daß er inchl wbrenne, fleißig um, und werffet, weil er »ochwarm,einStücke Butter darzu,schürtet all-Smenicn Reib-Asch und reibet es darinnen Mklein; schlaget loqantzeEyer undsovielDvt-tern hinein, und rühret es immer fleißig einehalbe oder dren viertel Stunden herum. Thutein halb Pfund Zucker hinzu, und rührt üs Mdritten mahl wohl durch einander; imübNWaber verfahret,wie bey dem Mandel-Koch ange-wiesen worden. AusIelauffenerRoch vo»Rinder-Marek: Schneidet ein Pfund cd«mehr dergleichen Marck g.mtz klein.Machet«»»10 Stück sehr hart gerührte Eyer, thut dichmit dem Marck in einen Reib-Asch undreidl!beydes klar durch einander; schlaget obngeschnoch i-Eyer darein, und rührt es wieder achbeste unter das vorige, schüttet klein-geschicktene abgezogene -Mandeln und Citronen-Scheller, wie auch sauber gewaschene kleimRosinen dazu, menget alles wohl unter Mil-der, da ihr denn zuletzt noch ein h :!b Pfund ze-siebten Zucker darüber streuet, und dieses allesnoch eine viertel Stunde aufs fleißigste unlereinander rühret; Nach diesem briniet ihr diesenTeig in den zurecht-gemachten Reiffen, Mi>backet ihn gehörig ab, endlich traget ihr ihnrecht wsrm und wohl xsrniret zu Tische. Auf-aclauffener Roch von Rinds-Euter: Ks-chet ein schönes 5iuh-Eutersein weich, lasseteStrocken und kalt werden, reibt es auf einemReib Eisen, und verfahret alsd-nn ferner d«-mit, wie bey dem aufgelauffenen Koch mKalbs-Leber Zlufgelaiiffener Hemmel-Roch: Weichet Rinde von schöner weiss«Semmel in gute Milch, drücket sie wieder rei«aus, se!;et sie aufKohl-Feuer undtrocknetsle,doch habt dabey Ächt, daß sie sich nicht anlcge,Schlaget hierauf, da sie nicht gar trocken, jbii6 Eyer hinzu, menget es wohl durcheinander/und lasset die Eyer unter derSemmel g«hrwer-den. Rührt dieses in einen, Reib - Asch Wabe, schlaget nach und nach aberniahleu bisEyer darzu, schüttet geschnittene Muscat»Blüthen und etwas Cardemomen mit darwniengets abermahl wohl durch einander, rmnachdem idr noch >j Dottern darzu aetk.m, rBret diesen Teig fein glatt. Endlich mischet »halb Pfund, oder wenn der Koch groß,drey vier-tel Pfund Zucker, ingleichen ein wenk e>Eran darunter, rühret den Teig zuletzt »och ei«>viertel-Stnnde,schüttet ihn in den zubereite^Reiff, und backet ihn ganlz gemählig ab. MgelauffenerZimniet-Roch: Nehmet ein

Pfund Reiß, quellet ihn in Milch, rühret >«'mit so Eyew, iedoch nur mir der Helfftt.°h

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