,7 Abend Abend-Rothe
so m kleinen schwary - braunen Körnern beste-het, von den Marcrt-Schreyern wegen seinesguten Bisam-Geruchs, der aber nicht langeivährct. um ihn in die Kleider zu nahen, oder indie Wäsche zu legen, verkauft wird. Auchpfleget man aus diesen Bisam-Körnern ?->rer-,--lw- und Hals-Bänder zusammen zu reihen;Die Türcken aber und Araber mischen solchemit unter ihren Losseo. Es hat dieses Ge-wächs einen runden, rauchen Stengel, undeben gauk rauche Blätter, die sich wie Sam-met anfühlen lassen, seine Blume bestehetans; gelben Blättern, die nahe an dem Stielmit rochen Flecke» ausgezieret seyn.
Abend, HMr nicht nur diejenige Zeit, sobalddie Sonne stch aänklich unter unsern Horizontverbirger, dergestalt, daß ibre Strahlen auchdurch die l^rraaion unsern Erdboden nichtmehr erleuchten können, welche Erleuchtungdie Abenddemmerung genennet wird, unddem Abend jedesmal vorgehet; sondern mannennet auch in engerm Verstände genommen,deii Puuet also, da in dem Horizont die Sonnegleich 90 Grad von der wahren Mittags-Ge-gend untergehet, so des Jahres zweymal ge-schiehet, wenn nemlich Tag und Nacht gleichist. Davon siehe /k^uinoÄium. In weit-läuftigem Verstände aber wird der gankeTheil des Horizontes die Abend - Gegend be-nennet, in weichen sich die Sonne von Tagzu Tag vor unsern Augen verbirget und ent-ziehet. Was nun wirklich aus dem wahrenAbend kommt, z. E, der Wind; oder ihmjust 180 Grad entaegen stehet, wie eine Son-nen-Uhr, das bekommt den Bey-Nahm«l,und Heisset der Abend-Wind. Abend-Uhru.s.f. von welchem s. Mathcm. l^x.
Ab-nd->t'ssen, ist Nicht nur die Gewohnheit,da insgemein ein arbeitsamer Haus-Vater mitfeiner Frau und Gesinde nach gemachten»Feyerabend noch vor dem Schlafengehen,etwas Speise zu sich nimmt, damit der durchtieNachmittags-Arbeit entkräftete Leib unddiMieben ausgeleerte Magen gestärcket undder Schlaf befördert werbe, welches am be-sten zu erhalten, wenn man sich dieses Abend-Essens mäßig und nicht im Ueberfluß bedie-net; Sondern es bedeutetauch den Gebrauch,da ein Bräutigam mit seiner Braut anstatteines grossen und weitläuftigen Hochzeit-Gchl!!»uses denallernähesten Freunden in derStille und Kurve eine Abend-Mahlzeit amTage ihrer Trauung ausrichtet und zum bestengiebet.
Abend-Jagd, s. Nacht-Jagd.
Abend-Rothe, ist insgemein der rotheSchein, der sogleich nach Untergang der Son-ne bey heiterem Himmel an unserm Horizontgesehen wird, und so lange dauert, bis die Son-nen-Strahlen durch die Luft, welche um dieErde sich befindet, nicht mehr zu uns refrinizi-ret werden können. Wenn diese Abend Rötbe über Land ziehet, welches geschiehet, soeinzele Wvlcken über der untergegangenenSonne zu stehen kommen, und von derselbenStrahlen aus obgedachtcArt illummirct wer-den, so verspricht sich der Landnmim des fol-
Abend-Stern iz
genden Tages gut Wetter; denn eS gehet zuder Zeit gewiß der Wind ans Osten oder Mor-gen, welcher dein Regen widerstehet, und dieWolcken gegen Abend treibt. Es ist die Abeno-Rötye einmal Heller als das andere, nachdemdie vorhergegangene Witterung beschaffen ge-wesen, dauret auch einmal länger als das an-dere. Siehe Philosoph.hat observirsr,daß, wenn diese Wolcken roth-braun, folge zwar bisweilen des Morgens frühHelles Wetter, so aber den Tag nicht beständig,sondern bald trübe- ja wohl gar regnicht Wer-ter mit sich bringe. Siehe Witterung.
Abend-Stern, Heisset die v wenn steder Sonne nachgehet, und alsdenn scheinet, s»bald diese untergehet. Siehe Marhemar.Dieser Stern wird auch der Bier-Stern be-titlelt, sonder Zweifel, weil Nicht nur zu derZeit, wenn cr zu leuchten ansähet, von vielender Arbeit Feyerabend geaeben, unv Varaegcndie Bier-Kanne in die Hand genommen undtapfer drauf gezechet wird. sondern weil vstdieses Nachtsikciiauch solange aetriebenwird,bis Vieler Stern, wen» er der Sonne vorgehet,zu scheinen ansähet, Massen von den, Vem»-Stern bekannt, daß er der Sonne bald vor, baldnachgehet. Dieses heißt aus Tag Nacht ge-machst, und ist wider die Regeln eines or-dentlichen wirtlchasrlichen Lebens. Sonstscheinet er des Abends grösser als des Mor-gens, weil cr der Erden viel näher ist als desMorgens, da er rund, gleichwie des Abendsgehornet, und 40 ma! grosser aussiehet.Welche dem Gestirn einen Emjiuß und Wir-kung in die Nstirr zuschreiben, haben ob-seiviret, daß dasjenige Jahr, Zarinnen die Ve-nus regieret, meistens feucht uns doch darbeywarm und geschwül sey, daher auch das Obstund sonderlich derWein sodemi wohl gerathe.Furnemlich aeben sie vor, wenn der Frühlingin einem Ve:n,5-Jahre übermäßig naß wäre,so gebe es wenig Frucht, wenn er aber ^>0-p-riretsey,so wüchsen siel Aepsel, Zwetschgen,Nüsse, Kirschen, iedoch wenig Birn und kei^ne Eicheln, hingegen ziemlich viel Hopfen.Es werde ein guter Herbst und ein Haupt-Wein, wenn schon die Trauben leichte fielen.Ob nun gleich diese Wirckungen nach der Er-fahrung mit einem gewissen Stand dieses Pla-netens gegen unsere Erde, den man sich nachder ehemaligen ungegründeteü pcnlomTischenBewegung, Ordnung und Stand der Welt-Csrper »orstellete, oft zugleich da sind, undalso dieser Stand deS Planetens em zufälli-ges Zeichen, daß diese Wirkungen folgenwurden, abgeben kan; so hat man doch d«r-inne gefehlet, daß man die Ursache dieser Wir-kungen .n diesem Stern und seinem Emstuß inunsere Erde gesuchet. Wenn man viel zuge-ben wollte, so könnte, wenn er zwischen einemPunct von einer Gegend der Erde unv dersonne zu stehen kommt, vermuthet werden,daß cr in dieser Gegend, nachdem dieselbebald diese oder jene Bestrahlung der Sonnegeniesset, einige Aenderung vermittelst seinesSchattens oder seiner Darzwischcnkunst indenen Wirckungen der Sonne auf der ErdeA; mW