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[1] (1764)
Entstehung
Seite
15-16
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i; Abbiß Abbringen

nnd wodurch eine Natürliche Wirekung Gvt-tes diesem Geiste nicht ebne grosse Sünde zu-geschrieben wird, Sie wächset an w Iden und«nAsbaueten Orten zwischen Dornsträuchern,Distei n und Hecken; Die Wnrtzel geflossen ausein entzündet Gued gelegt, machet dieses ge-sund; Wurtzel und Kraut, wenn es blühet,abgezogen, dieses Wasser ist gut in Pestilenkund vor allerleyGifft, vorHertz-Stechen, vorBrust-Geschwüre nnd alles geronnene Blut,so sich von Stössen, Fallen vdervon Schlageninneriich gesammlet hat, wenn man des Tagesein oder zweymahl zwey bis vier Loth trincket;Dieses Wasser oder der Sasst dieses Krautesnut Victri! vermischet heilet den bösen stiessen-den Grind, ist ein besonderes Grind Kraut, wiedie Seabiosen.

?lbbiß, ist ein Aeichen, woran die Jäger zuerkennen pflegen, daß ein Hirsch in der Gegendstehe; indem derselbe auf denen Schlägen dieSonimer^Larren deraestalt abbeisser, als ob siemit dem Messer abgeschnitten wären, welchesein Thier oder Wild nicht also thun soll.

Zibbrechen, wird nicht nur von der Verrich-tung gebrauchet, da man das Obst, und son-derlich dasjenige, weiches den Winrer durcheine geraume Zeit ausbehalten werden soll, ge«machlich von den Bäumen lieset, davon dasWort Abnehmen weiter nachzuschlagen; >on-tzern es wird auch von den Aesten und Zwei-genderer Bäume verstanden, wenn sie durch ei-nen Jusau von dem Stamme gerissen oder ge-brochen worden- Diesen Schaden pflegen acht-same HauS-Vater, damit nicht etwa der gantzeBaum verderbe, folgender Gestalt zu besor-gen : Erst schneiden oder sagen sie den schad-hafften Ort gantz glatt, überstreichen ihn her-nach mit Baum-Wachs, oder verbinden ihnmit Lehm und vermischten Küh-Mist, so diegewöhnlichste Baum-Salbe, darüber schlagensie einen Lappen, nnd machen solches sest.Dieses verhindert, daß die Sonnen-Hitze dasvon der Schale entblößte Holst nicht so vondem Sasst entkräfften, und der Regen, wennauch die Schale bey dem Herunterbrechen weiteingerissen worden, keine Faulniß und neuenSchaden verursachen möge. Auch wird diesesWort gebraucht, wo man die Schlösser oderdas Beschläqe von Thüren oder Fenstern losreistet , um das schadhaffte auszubessern, unddas noch brauchbare von neuem zuzurichten.

Abbrennen, oder ausbrennen, heissen dieZiealer und Kalchbrenner, w.'.nn sie mit demReiß-Holtz den Ziegel- und Kalch-Oesen^dieletzte Hitze geben. Dieses Neiß-Holtz muß dürreseyn, damit es Flamme gebe, und das Feuerdavon durch die Schlüfften, und die zwischendenen Steinen gewöhnlicher Massen gelassene8pzrm. »echt dürchlodern, und den Brandvollends zur Vollkommenheit bringen könne-

Abbringen, wird von den Feld-Fruchtengesagt, es möge» nun solche mit der Eichelgeschnitten, oder mit der Senje abgehauenwerden. Z.E. Gersten und Haber^muß manj«ey zeitm abbringen, ehe sie überständig wer-de« UNS einbrechen. Den Weitzen ioil man

Abda ncken Abelmosch 16

noch in der gelben Reiste, und ehe sein Kornbraun wird, anfange» abzubringen. .f»er>nächst wird das Wort auch gebrauchet, wennman eine bisherige Gewohnheit nach und nachin der Wirtschafft abschafft oder abbrinaer.

Abdancken, Heister so viel, als des bisheri-gen Dienstes frey werden, und leinen Ab-schied in emer gewissen Verrichtung entwederselbst nehmen, oder von einem andern be-kommen. Sonderlich wir» es von Soldaten,Bedienten und Gesinde, die den Abschied be-kommen, aebrauchet. Hierbey eri-mert sichein behutsamer H-ushalter, r inen Menschenin seine Dienste zu nehmen, der nicht seinengehörigen Abschied ausweisen, oder sonst ge-nugsam darthun könne, daß er in seinen vor-hergehenden Diensten sich treu und wohl ver-halten, und den Abschied nicht hinter derThür genommen habe. Auch wird diesesWort von dem Nacht.Wächter gesagt, wenner nemiich mit dem angehenden Moraen zulektabrüstet, und die Menschen zur Dancksazunzermuntert vor die genossene Ruhe und dengöttlichen Schutz.

Abdecken, nennet man, wenn nach gehal-tener Mahlzeit das überblieben? von den auf-getragenen Speisen nebst dem 5»vis und sämt-lichem Tisch-Gerathe vom Tisch genommen,und dieser gantz abgeräumet wird; ingleichensagt man solches von den Dachern, wenn mandie Ziegel, oder dasjenige, wonnt sie bedecketseyn, behutsam aufüimmt und zu fernerm Ge-brauch bey Seite schaffet: Offt wnd aberauchdergleichen bey grossem Winde und Sturmegethan, indem nickt nur die mürben und schad-haffte» Ziege! durch diese Gewalt herunter ge-schmissen , und vermittelst dieser noch vieleandere gute verbrochen , sondern auch, woeinmahl eine Oeffnung in daö Dach erfolget,eine grosse Menge ausgehvben und herab ge-führet werden. Dieses zu verhüten, ist amdienlichsten, wenn die Latten, daran dieZiegel hangen müssen, so nahe zusammen gena-gelt werden, daß die über der untern Reihe lie-genden Ziegel, diese nurgedachten unter» ihrerLange nach über dieHeiffte decken. Auch be-dienet man sich dieses Wortes, wenn von demabwdcrn und schindendes verreckten Viehessoll gesprochen werden.

Abdecker, "heist daher an einigen Orten derFeldme fter, LüvMcr oder Schinder. SieheFeldmelster.

Abdruck, ist derjenige Entwurff, der voneinem geschickten und künstlich zugerichtete»NocieU entweder in Wachs, Thon, Hausbla-sen u. s. f. oder vermittelst besonderer zuberei--teter Farbe auf Papier, Pergament, Atlasund dergleichen gemachet worden. Das ivio-äeil bestehet bald aus einem hölzernen geschnit-tenen Stock, bald aus kupffernen gestochene»Platten, bald aus gegossenen Schrifftenu.s. 5davon unter Holyschnitt, Äupffer- Stückund Schriftgiesser im Narur-^exic-achzu-schlaaen.

Abelmosch, wird dasjenige IndianischeGarten-Gewächse genennet, dessen SaaiM/