Druckschrift 
[1] (1764)
Entstehung
Seite
13-14
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^ IZ Aalraupe»

i Äekl darauf, imd bäclet sie aus Schmal«;.'b«> So sie iniii reckt gebacken, röstet man ein we-,>ia McdI in Butter braun, so aber nicht soje, seyn muß, weil die Aalraupe!! vorhin mtt^ M-bl bestreuet worden, und daher ,ch?n einwenig dicke Brühe geben. Ist das Mehl brau»,Mrp so Met »-an Wein, Brühe ober Peter,>!ien-m^s-er uudEßig darzu, würbet es mit cm we-M Ingwer und Pfeffer ab, schneidet Citronen»Kch' daran, leqet eine gauye Zwiebel mit Nelckenbestes st!»mt Lorbeerblättern undRoßma-rin hinein, lasset aUes durch einander kochen,!, Ich«in, wisset, das' das Saltz eines leben Ge-Z lj, > schlack «ziehen wird. Le^et ,»!e«t die Aal-rau"cn in deuTiegel, laßt es sei« sachteaufko-Ätti''' chm, -liesset in die Brühe gntRanm-Oel, s»auch ein wem« mit kochen !m>ü, und il-den»mrds angerichtet. Oder: wen» dleAalrau»Ars» p-n aelwng vorbereit-t, «»d aus Ss:ma,yt die- wo!,!» backe» worden, ss kochet Suue!^tt.,ut,-uchl allzuweich, seiaet die Nruhe ab, und ma->Äd«r eher es mit einem Wiege-Mes-er kie-n; a!s-S iÄG denn leget eni gut Stuck Butter in ein ,''Nw lallet seibsges heiß werden, thut einzvemzM« M-Hl darein, so etwas braun gebrannt. Schut-»i,»»' tet hieraus das Sauer - Kraut in die Butter,und gieffet etwas Brühe darzu. Endlicy nch-t M,. »iet ems Schüssel, machet ein Randgeü vond m. Teig darum- bcstreichet sie wohl mit nutter,s» that erst was Sauer-Kraut hinein, denn eine«k« tage vcn Aalraupen, womit weMels-weijeso fortzufahren, bis es alle ist. Endlich be-^!Äö giesset man es oben mit Butter, streuet Sem-H,z.l met darüber, und lässet es in einem Ofen zuU'K g»t backen.

Aalraupen zn msriwren: Reisset, saltzetchl«iid kerbet dieselbe», bratet sie ans dein Rost,>W da sie denn stets uiltBauni Oel zu bejchinie-W? ren. Äenn ke qSn«lich aebraten, leqt sie ans,Da« daß sie kalt werden. Nehmet ein neues Fäß--ZM gen, thut unten auf den Boden, nachdem ihr»IM das, mittelst eines Pinsels, mit Baum-Oel'?«» wohl ausgestriche», Lorbeer-Blätter, Roß-lieHch marin, aauke Würse, Citronen-Schalen,»N? leg! die Aalraupe» daraus, und denn wieder!N>/ M eine Lage von benannten Kräutern u. s. f. wo-»! mit Wechsels - weise sortzusahren , bis das«M Fiizseii voll wird; wvrbey die Lagen also einzu-Ml»»!' richten, damit zuletzt dieoben kommen,l m»s auf welche der Deckel endlich gelegtund zuge-schlagen wird. Dieser muß in der Mitte em^ Loch habe», denn so bald er zugeschlagen wor-den, soll maiiEßig undBauni-Oel durch das'liiqs Loch hinein aiesien, dasselbe wieder veru, ,che»,zit« unv mit Pech vergiesseu, auch das ZSßgen täg-. ^sl>» lich umstürken und wohl unter einander rüt-,'Mk teln. Will mau zum Gebrauch zuweilen etwas«« heraus nehmen, muß das Fäßze» allezeit wieder^«1«!, fleißig vermacht werden, sonst verderbe» dieseeingelegte Fische gar leichte.

Äalraupen - Lebern wohl zuzurichten !M>i^ Nehmet diese uud K^ncKiret sie ein wenig inWasser. Thut hernach i» ei»e» Tiegel einStück Butter, Muscatcn-BIumens und kleingeschnittene Citronen-Schale», und die Le-^I?rA bern die man aufs Feuer setzen, und ein wc

Aalsuppe Abbiß 14

»ig pMren muß. Giesset alsdenn Wein dar-aus nebst etwas Brühe, streuet klar-geriebeneSemmel darein, und lastet es fein gemächlichkochen. Will man sie bald anrichten, wirdvon einer Citrone der Sasst hinein gedruckt, daes etwa zu sauer werden wolte, ein bjßgen Ju-cker hinein aeworssen, wodurch es aleich«u-nrwiid. So sie aber rechtaut werden iollen,ss nehiiit ein paar Lebern, stossct solche nebsteinem Stü.ckaen Butter u»d etwas Semmel-Krume im Mörser, setzet es in ein Tooffge»,wenn vorkers Wein und Brühe darsuf»e«0s--sen worden, zum Feuer, treibets durch einHaar-Tuch; Diese oderAblauff schüt-tet endlich auf die Lebern, so vorhero, wieoben gemeldet, ^»w-et sei)», lasset sie nur ge-mächlich und nicht lange kochen, so werden sierecht gut und angenehm ftvn.

Aal-Suppe, ist ein aemein Gerichte auSgekochten Aalen bestehend, davon siehe obenAal zu kochen.

Aasen, bedeutet bey der Jägerei» soviel, alssressen; es wird aber nur von dem rothe«W-ldpret gesagt; I. E. der Hirsch aast, d.i.stisset.

Aas, ist ei» wegen Alter,Kranckheit oder an-dern Zufalls verreckter Corper eines Viehes,alsPferdes, Rindes, Schaafes u. s. f. Diese wer-de» aus den Ställe» auf einen etwas entlege-nen Ort, so gemeiniglich der Schind-Anzer ge-:>ennst wird, gebracht, daselbst von dem

abgeludert, und der Uibcrrsst den Hundenund Vögeln zur Speise überlassen. So fernsich aber dergleichen rodte Aeser durch einegrapirende Seuche Haussen möchten, werdensolche in eine aufdein Felde darzu tiefgemachteGrube mit Haut und Haar acworffeil, überiede Schicht Kalck daraus geschüttet, und alsoverscharret, baß sie um so viel eher verwesen,undNicht etwa durch allzuübeln Geruch die Lusstm6c!re».

Abbinden, siehe Abseyen.

Abbinden, wird von den Zimmer-Leute»geuei.net, wen» für ein Gebäude zuerst derDach-Stuhl eingerichtet, und svdcnn zu de-nen Wäuden die Riegel, Bänder und Säulenin die Schwellen und ihre gehörige Ocrter meinander gelochet, auf einander eingcschnittenund verkammet, oder fest in einander verbun-den werden.

Abbiß, dieses Kraut hat Blätter wie We-gerich-Kraut, iedvch lanzer, einer Zungengleich, schwartz-grü» und rauch, hat einenrunden Stengel mit Purpur-braunen Blu-men, ss gank gedrui'gen an einander aiis.'ineniKnopsse scheu; hat weisse Wurtzel», die untenstumvff und gleichsam wie abgebissen, daher esauch den Nahmen bekomme»: Denn man sagt,daß der Teufel die Nutzung oder besondereKrasst dieser Wurtzel den Mensche» mißgönneund stumpsse, oder beisse sie deswegen in derErde ab, daß sie ihre rechte Krasst nichts ha-ben niöge, darum Heisset sie auch Te»ffels-Abbiß, oder Tcufelö-Äiß. Es ist dieses einAberglaube, welcher aus läppischen Begrif-fen von denen bösen Geistern, womit ehemalsdie Welt überschwemmet war, entständeN 4 . und