62 8. Abhandlung: Aloys Schulte
nerus ist im Nekrolog nicht zu finden, wohl aber in Urkundenvon 1141 und nach einer älteren Nachricht 1171.
Das dritte Zeugnis besteht aus einem auf eine anderePlatte aufgestifteten Plättchen des Maurinusschreins, der fürSt. Pantaleon hergestellt wurde. "Auf jener größeren Platte isthingestreckt der prior Herlivus zu sehen, die kleinere Plattezeigt den Oberkörper eines erheblich kleiner dargestellten Mön-ches mit dem Namen Fridericus. Anderwärts ist in ähnlicherWeise neben dem Donator so der Künstler dargestellt. Dasist also das stärkste Band zwischen diesen Kunstwerken unddem Kloster St. Pantaleon, aber ein unsicheres. Im Totenbuchsteht ein Fridericus, dessen Würdebezeichnung völlig erloschenist, die Hilliger aber als „mindestens sacerdos" glaubt bezeichnenzu müssen. Die Hand der ersten Hälfte des 13. Jahrhundertskönnte zur Not passen. Der am 10. Sept. eingetragene Fri-dericus conversus ist erst am Ende des 13. Jahrhunderts ein-getragen, kommt also nicht in Frage.
von Falke und Frauberger sehen die dritte auf Eilbertund Friedrich folgende leitende Persönlichkeit der St. Panta-leoner Werkstatt selbst in dem umherziehenden also- sicherdem Laienstande angehörigen Nikolaus von Verdun.
Man wird also das Bestehen einer großen Goldschmiede-werkstätte im Kloster St. Pantaleon nur unter starken Vorbe-halten zugehen können. Aber unsere Frage steht damit nichtin Berührung.
Wir kommen da nur mit den Stifternamen sicher voran.Der in Darmstadt erhaltene Tragaltar bietet den Namen desStifters Volbero, das ist der 1141 als Mönch gleich nach demPrior genannte Wolbero, der als Abt von 1147 bis 65 wirkte;er war, wie wir gesehen haben, der Sohn eines Kölner Bürgers.Das gleichfalls aus St. Pantaleon stammende Vortragekreuz inSt. Maria in Schnurgasse tragt den Namen Albertus. Er sollin einer ebenfalls nicht erhaltenen Urkunde von 1167 stehenund erscheint 1176 als prior. 1 )
>) Hilliger 95, 18, auch 94, 15.
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