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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
Entstehung
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t)er hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln

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Der schon oben erwähnte Herlivus prior am St. Maurinus-schrein (ebenfalls aus St. Pantaleon nach St. Maria in Schnur-gasse überführt) wird noch 1181 nach dem Prior Heinricusgenannt. Der von Falke herangezogene Herliwus sacerdosgehört wiederum der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts an.Der Name Hartlivus war in Köln nicht selten.

Der damals ebenfalls entstandene Albinusschrein soll nachder mehrfach angezogenen weit jüngeren Quelle aus den Spen-den der Gläubigen beschafft worden sein. Von der silberver-goldeten Tafel mit den 12 Aposteln, die ebenfalls dieser Zeitangehörte, aber längst nicht mebr existiert, ist der Stifterebenso unbekannt.

Aus St. Pantaleon führt also kein Zeugnis auf einen hoch-adligen Donator. Immerhin kann man anführen, daß in derhöchsten Blüte der Kölner Goldschmiedekunst, in der Zeit alsder Maurinusschrein geschaffen wurde, ein Hochadliger Abt vonSt. Pantaleon war.

Anders liegen die Dinge bei den freiherrlichen Anstalten,dem Domstifte, St. Gereon, St. Ursula in St. Cäcilia ist keinSchmuckstück erhalten. Wir kennen allerdings auch nur zweiSchenkgeber. Das in St. Gereon erhaltene eine Armreliquiar,ist als Stiftung des Propstes Arnold von Born (121550),das andere als das desselben Propstes und des DechantenHermann von Vileke (121442) bezeichnet. 1 )

Die größte und künstlerisch alle anderen überragendeLeistung dieser hohen Kunst der Kölner Meister ist der Drei-königsschrein im Dome. Die Verehrung der hl. drei Königelockte viele Pilger an und sie gaben reiche Spenden. An ihmist etwa 3 Jahrzehnte gearbeitet worden. Philipp von Heinsbergmag die Anregung gegeben haben, sicher gab König Otto IV,dessen Bildnis angebracht ist, eine Spende, die Kosten wurdenaber zweifellos auch aus Gaben von Bürgern und Pilgernbestritten. In diesem Werke gipfelt das Jahrhundert der Hoch-blüte Kölner Goldschmiedekunst, das der beste Kenner dieser

*) Vgl. oben.

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