bei- hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.
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Es ist natürlich einseitig, die edelfreien und die patrizischenMitglieder der Kapitel aufzuzählen. Ich darf aber wohl denallgemeinen Eindruck hier wiedergeben, den ich gewonnenhabe: Der Landadel ist ein drittes gleichwertiges Element. Ineinzelnen Stiftern findet man dann mehrere aus derselben Familie,so in St. Aposteln die Binsfeld und die Bell. Sicherlich wardie Zahl von Söhnen einfacher Kölner Bürger ganz klein. EineSonderstellung nehmen die Scholaster ein, sie sind vielfach ausder Fremde, wer Magister war, fand leichter Unterkommen, undauch die Ärzte; in St. Aposteln waren deren drei, alle auchPriester: mag. Symon physicus,-mag. Wilhelm und mag. Konrad.
5. Die drei Kölner Frauenstifter. Münzrecht von Apostelnund Maria im Kapitol.
Neben diesen Männerstiftern gab es in Köln drei Frauen-stifter, in der Rangfolge St. Maria (seit dem 13. Jahrhundertmeist mit dem Zusätze auf dem Kapitol, früher auch Neu-münster genannt), St. Cäcilia (früher auch Altmünster genannt)und das Stift St. Ursula, das diesen Namen erst sehr späterhielt, in der ältesten Urkunde, die zwischen 919 und 936fällt, aber monasterium sancti Ypoliti et sanctarum undecimmilia virginum, quod est constructum extra muros Coloniaecivitatis genannt wird.*) Die Bezeichnnng: Alt- und Neumünsterkönnte darauf gedeutet werden, daß St. Cäcilia das älteste derdrei Stifter sei. Allein es ist in Betracht zu ziehen, daß St.Cäcilien vor dem 9. Jahrhundert der Sitz des Erzbischofes war
S. Georg: Godescalc 0verstolz (1234), Ennen u. Eckertz 2, 150.— Hertwicus Hardevust (1237), Lau 26, 106. — Theod. Scherfgin (1248).(Keussen, dann Scholaster), vgl. Lau 26, 140.
S. Marien graden:HenricusfiliusLuthewiciLimbast (ca. 1187—1200),Höniger 1, 368. — Theodericus filius Henrici Razonis (ca. 1197—1215),Höniger 1, 316. — Henricus Razo filius domini Henrici Razonis (ca.1197—1215), Höniger 1, 311.'316.
2 ) Ungedruckt, jedoch Pacsimile bei Redlich und Groß, Privat-urkunden (Teubner 1914) Tafel 3.
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