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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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8. Abhandlung: Aloys Schulte

bei den ottonianischen Gandersheim, Nordhausen und Quedlin-burg, bei dem vielleicht von den Saliern begründeten Eschwege,ferner bei Essen, Thorn und Remiremont; für Lindau undBuchau bestreitet das Recht die gelehrte Verfasserin, vielleichtdoch ohne Grund. Zu ihnen tritt nun noch St. Maria imKapitol. Für Ören in Trier gibt es ein Münzprivileg. Diegenannten Stifte hatten was Menadier übersah zumeisteinen durchaus edelfreien Konvent. Das ist erwiesen für Zürich,Herford, Gandersheim, Quedlinburg, Essen, Lindau, Buchau,sehr wahrscheinlich gemacht für Nivelles, Thorn und Eschwege. 1 )Die Verhältnisse in Nordhausen und Remiremont sind bishernicht untersucht, bei Nordhausen, das früh umgewandelt wurde,auch wohl gar nicht mehr festzustellen. Da Maria im Kapitolschwerlich je reichsunmittelbar war, so ist der alt freiherrlicheCharakter um so wahrscheinlicher.

6. Die zwei Benediktinerklöster. Patronatsrechteder Kölner geistlichen Anstalten.

Köln besaß noch zwei Benediktinerklöster, in ihrer Ge-schichte und Einrichtung verwandt und doch verschieden.Groß St. Martin wie St. Pantaleon sind vielleicht beide Stif-tungen des Erzbischofs Brunos I, des Bruders Ottos des Großen.An der vielleicht älteren St. Martinskirche begründete er einMännerstift, doch ehe das Werk recht ausgeführt war, wurdees für Schottenmönche bestimmt und zwischen 984 und 999wurden die wenigen vorhandenen Kanoniker vertrieben. DerLeib des hl. Elifius war eine Schenkung Brunos an diese Kirche.

') Für Zürich, Gandersheim, Quedlinburg, Lindau u. Eschwege vgl.Schulte, der Adel und die deutsche Kirche im Mittelalter, für HerfordFink, Standesverhältnisse in Frauenklöstern und Stiftern der DiözeseMünster und Stift Herford (Bonn. Diss. 1907), für Buchau Schulte, Mitt.Inst. f. österr. Geschichtsf. 34, 53, für Essen Schmithals, Annalen deshist. Vereins. 84, 10341, für Nivelles und Thorn Wenzel, Drei Frauen-stifter der Diözese Lüttich nach ihrer ständischen Zusammensetzung biszum XV. Jahrhundert (Bonner Dissert. 1909).

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