Der hohe Adel im Leben des mittelalterliehen Köln.
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1300 zusammen, so ergeben sich da für die rein freiherrlichenKonvente folgende Ziffern. a ) In dem von Fabricius behandeltennur hie und da die Grenzen der heutigen Rheinprovinz über-schreitenden Teile des Erzbistums Köln hatte das Domstift an 42,St. Gereon an 31, St. Ursula an 13, St. Cäcilia an 9 OrtenPatronatsrechte, der Erzbischof nur an 14. Von den übrigenStiftern hatte St. Severin 12, Kunibert 11, Maria im Kapitol 10,St. Georg 8, St. Aposteln 7, St. Andreas 6 und Mariengraden 10.Beim Kloster St. Pantaleon zähle ich 10, bei Groß St. Martin 6.Das sind zusammen 194 Pfarrkirchen, die von Köln aus zu ver-geben waren. Patronatsrechte von Kölner Bürgern außerhalb derStadt gab es damals noch nicht und hat es nie recht gegeben.Die Bewerber um eine Pfarrpfründe pochten mit Vorliebebei den Kölner Stiftern an, am häufigsten waren sie vor demTürklopfer der Propsteien zu finden.
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7. Das Bürgertum in den Kölner Stiftern und Klöstern.
Mich drängte es auch in den anderen Klöstern Kölns demhohen Adel nachzugehen, aber das ist nicht möglich. Selbstdie bedeutendsten mittelalterlichen Klöster Kölns haben keinewürdige geschichtliche Darstellung: weder dieMinoriten, obwohlein Mann von der Bedeutung Duns Scotus unter ihnen lehrte,noch die Dominikaner, die jenem einen Albertus Magnus ent-gegenstellen konnten, noch die Karthäuser und Karmeliter, nochdie Ritterorden.
Über die Beziehungen des hohen Adels zu den Minoritenwissen wir Näheres. 3 ) Der Bischof Robert von Lüttich er-möglichte ihnen die Anlage ihres Klosters durch Hergabe vonGrund und Boden. Die Klosterüberlieferung nennt als Wohl-täter Grafen und Gräfinnen von Berg, Geldern, Jülich, Mors,
l ) Diese Angaben können nicht genau sein. Ich habe sicherlich wohlauch eine jüngere Pfarrei eingerechnet und die Doppelkollaturen als vollgerechnet. Aber ohne Ziffern kann man sich doch kein Bild machen.
') Vgl. zum Folgenden Eubel, Geschichte der kölnischen Minoriten-Ordensprovinz.