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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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' Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.

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ständigkeit der städtischen Politik, wenn auch die erzbischöf-lichen Rechte damit keineswegs ausgetilgt waren. Es ist abernicht meine Absicht, diese Rechte eingehend zu verfolgen. Nurso viel ist hier zu bemerken, daß die Erzbischöfe nun die Lustverloren, Kölner Luft zu atmen, sie zogen aus der Stadt fort undbevorzugten nunmehr Godesberg, wo Erzbischof Dietrich vonHengebach 1210 sich eine stattliche Burg gebaut hatte, Bonn,wo seit alter Zeit der Erzbischof einen schon 1268 als palaciurabezeichneten Hof innerhalb der Immunität des Cassiusstiftesbesaß, den Salentin von Isenburg (156777) stattlicher aus-baute und der nach der Zerstörung von 1689 einem modernenPalaste wich, und Brühl, wo nach älterem Besitze in einemTiergarten der streitbare Siegfried von Westerburg eine festereBurg erbaute. Von den Urkunden des Erzbischofs Heinrichvon Virneburg (130632) sind zwar noch 136 in Köln aus-gestellt, aber 110 in Bonn, 85 in Godesberg und 10 in Brühl.Dieses Verhältnis verschob sich bald noch mehr zu Ungunstenvon Köln.

3. Stand der Domherren.

Wilhelm Kisky hat in seinem vortrefflichen Buche: DieDomkapitel der geistlichen Kurfürsten nach ihrer persönlichenZusammensetzung im 14. und 15. Jahrhundert (1906) gezeigt,daß von 13001500 in das Kölner Domkapitel abgesehenvon den Inhabern der sieben Priesterpfründen nur Mitgliederdes hohen Adels aufgenommen wurden, solche des niederenAdels oder der Bürgerschaft aber ausgeschlossen waren. Esteilte diesen Charakter damals nur mit einem einzigen anderenDomkapitel, mit Straßburg. In dieser Zeit finden sich nebenzwei unbestimmbaren nur ein Ministeriale (Wasselnheim, vomPapste providiert) und zwei bürgerliche (Bindus von Siena, dervom Papste zum Dompropste gemacht wurde, und Okerus Swaf,Suevus), alle anderen Domherrn wurden als hochadlig von ihrenMitkanonikern angesehen. Für die Zeit nach 1500 bis zumEnde des alten Domkapitels steht dasselbe fest.

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