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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.

1. Köln als Sitz der Könige.

Köln war einst die Residenz von Königen. Die kurze Zeitder Könige der Ripuarier hatte deren wichtigste Stadt, die nochdie alten Römermauern umfingen, zu dieser Bedeutung erhoben.Königsschlösser pflegen aber nicht völlig ohne Spuren zu ver-schwinden. Wenn daher die Lebensbeschreibung Anno's II.genau die Lage der Curia regia angibt, so würde schon dasallein beweisend sein. 1 ) Die Ausgrabungen östlich des Dom-chores, wo früher ein Kirchhof den Dom von dem runden West-chore des Mariengradenstiftes trennte, haben die Unterbauteneines großen fränkischen Bauwerkes erwiesen. Dort lag einwenig südlich auch der alte bischöfliche Palast, bis Rainald vonDassel in den Tagen Rothbarts einen neuen südlich davon auf-führte. Unweit vom alten bischöflichen Palast lag das Hoch-gericht, der zur Ausführung der gerichtlichen Zweikämpfe be-stimmte Kampfhof, und der im Kölner Dienstrechte und sonstgenannteblaue Stein".

Alles das erhält seine Lösung durch die erwiesene Tatsache,daß Kathedrale, Domstift und Wohnung des Erzbischofs einstin einem ganz anderen Teile des alten römischen Kölns lagen,bei St. Peter und St. Cäcilia. Wohl unter dem ErzbischöfeHildebold (f 819) erfolgte die Verlegung und die Übersiedlungin die hochgelegene Nordostecke des römischen Mauerbereiches.

In der Ottonenzeit ist wieder von einem Königspalaste dieRede, dieser scheint nach allem die Stelle eingenommen zuhaben, wo Rainald von Dassel den neuen bischöflichenSaal"

*) Zum Folgenden vgl. Keussen's ausgezeichnetes Werk: Topo-graphe der Stadt Köln im Mittelalter. 2 Bde. 1910. Die Einleitung mitNachträgen gesondert 1918.

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