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8. Abhandlung: Aloys Schulte
stifteten eine grünseidene Kasel mit goldenem Kreuz und gol-denem Balken und zwei dazu gehörige Dalmatiken. 1 ) Endlichwar auch der Severinusschrein ein Geschenk eines edelfreienMannes, des Erzbischofs Hermanns III von Northeim (1089—99). 2 )
In St. Georg geht von dem Kirchenschmucke nur der ein-drucksvolle Christus am Kreuze in die romanischen Zeiten zurückwie spärliche Reste der Bemalung.
Der Schatz von St. Aposteln enthält noch heute als Restseines reichen Vermächtnisses den wunderbaren romanischenKelch, den der Probst Heinrich von Heinsberg (1231—67)seinem Stifte hinterließ, ein Werk von Adel und Eleganz. Wenigspäter stiftete der Dechant Rutger von Hammerstein hölzerneund eiserne Leuchter um den Hochaltar. Als der weitberühmteOstbau der Kirche mit seiner Kuppel erstand, leitete das Stiftder Probst Dietrich von Hengebach (1166—1208), der spätereErzbischof.
Als der Hochchor des Domes vollendet war, wurden 15 Fensterim Oberraum des Mittelchores gestiftet. Von Domherrn istkeines als Geschenk nachzuweisen, zwei Fenster enthalten bis-her unerklärte Wappen. Wenig wahrscheinlich ist es, daßdas clevische und jülichsche Fenster auf Domherren aus diesenGeschlechtern zurückgehen. 5 Fenster sind von Kölner Bürgerngestiftet. Jedenfalls schauten auf die Chorstühle Wappen herab,deren Träger in ihnen keinen Platz fanden.
Die letzte Äbtissin von St. Cäcilia stiftete ein bedeutsamesWerk der Kölner Malerschule: die Jungfrau mit dem Veilchen.
Es ist von den allermeisten Stücken des Kirchengerätesder Donator unbekannt, auch ist keineswegs das überlieferteQuellenmaterial völlig ausgenutzt — ich habe bei Benutzungweniger Handschriften wichtige Angaben gefunden und ver-öffentliche sie. Aber alles in allem wäre es falsch zu glauben,daß selbst in den hochadligen Stiftern alles auf hochadligeDonatoren zurückgehe. Man wird schon sehr früh KölnerBürger als Schenkgeber annehmen müssen. Und auch die
!) Roth a.a.O. S. 214.2 ) Roth a.a.O. S. 216.