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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln

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Beschlüsse zum Neubau des Dakagons beteiligt. Zum Ver-ständnisse des Baues ist es notwendig, sich klar zu machen,daß er, wie ähnlich das Aachener Münster, eine Aufeinander-folge von Bauten für Chorgottesdienst ist.

Mit dem Bau von St. Kunibert ist der Name seines PropstesDietrich von Wied (11961212) verbunden. Leider sind überdie Glasmalereien, dieses herrliche Werk des 13. Jahrhunderts,keine Nachrichten erhalten, ebensowenig können wir von demsonstigen reichen Schmucke der Kirche etwas als vom hohenAdel herrührend nachweisen.

Als in St. Severin der westfälische Freiherr Heinrich vonBilstein Propst war, wurde dem Chore eine neue Form gegeben.An dem Turme trug die Hauptlast ein alter Gönner des Stiftes,Herzog Wilhelm I von Berg, ihm eiferte sein Sohn Adolf nach.

An der Ausschmückung der Kirche beteiligten sich in her-vorragender Weise die Bürger, wie schon an den Wandge-mälden des Anfangs des 14. Jahrhunderts, aber auch der hoheAdel ist trotz der lückenhaften Überlieferung nachzuweisen.

Da war ein altes Denkmal, mit eisernem Gitter umgeben,das die Gebeine eines Bischofes umschloß, der in St. Severinbegonnen, dann von Kaiser Otto I als Bischof von Cambraientsendet für die Sache Gottes und des deutschen Reiches ge-wirkt hatte. Er war ein Mann von strengen heiligen Sitten,von nicht geringer Bildung und war aus einem der ersten undmächtigsten sächsischen Geschlechter hervorgegangen. 1 ) DerBruder Kaiser Ottos I, Erzbischof Bruno, vermachte in seinemTestamente zur Vollendung des Altars des hl. Severinus vierPfund Gold eine so bedeutende Summe, daß es sich wohlnur um die Vollendung eines kostbaren Altaraufsatzes (ßetabel)oder Altarvorsatzes (Antependium) aus Edelmetall und Edel-steinen handeln kann, weiter den Brüdern acht Pfund, zweiGeräte, ein Tischtuch und zwei Bankdecken. 8 ) Der oben er-wähnte Herzog Wilhelm von Berg und seine Gattin Anna

!) Gesta episc. Cameracensium M. G. SS. 7, 438, 30.2 ) Vgl. Schrörs, Das Testament des Erzbischofs Bruno I v. Köln.Ann. des bist. Ver. f. d. Niederrhein 91, 120.

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