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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln

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beschluß, Vertrag mit dem Thesaurar über die Verwaltung der fin-den Bau zu erwartenden Spenden, Bestellung eines Dombau-meisters, Ausarbeitung eines Planes, Beginn der Abbruchsarbeitenund endlich Legung des Grundsteins, Ereignisse, die sich unmög-lich in die erste Hälfte des Jahres 1248 zusammendrängen lassen.

Die Baugeschichte krankt an dem alten Übel, daß sie nurdem Künstler nachgeht, sich sehr wenig um die Bauherrenkümmert. Jene Verhandlung mit dem Thesaurar fand nichtin einer Kapitelsitzung statt, sondern in der Wohnung desGroßdechanten. In jenem Falle würden wir die Namen derBeteiligten nicht kennen, so aber werden die eigentlichenTräger des Baugedankens genannt. Es sind Domherren,ein Vertreter des Erzbischofs fehlt. Nun sollte man glauben,daß diese Persönlichkeiten längst festgestellt worden wären.Das ist nicht geschehen. Und so hat man auch nicht gesehen,daß einer der Domherren später mit einem jüngeren Priester-kanoniker zusammen an der Spitze der Domfabrik stand. Siehatten sich die Arbeit geteilt. Dieser, der Domherr Gerhard,Sohn des Kölner Edelvogtes, hatte die Aufbringung der Geld-mittel unter sich; von jenem aber dem Freiherrn Ulrich vomStein (Herrenstein) sagt eine Urkunde geradezu: cui structurafabrice ecclesie Coloniensis est commissa. Es besteht kein Zweifel,daß wir in ihm einen der Hauptträger des Bauplans und seinerAusführung zu erkennen haben.

Zu gleicher Zeit verstand die Stadtverwaltung von Straß-burg es, die Leitung des Baues in ihre Gewalt zu bringen, dasist in Köln nicht gelungen, vielleicht auch gar nicht versuchtworden. Hier behauptete das Domkapitel sich längere Zeitungeschmälert in dem Besitze der Bauherrschaft, dann mußtees sie mit dem Erzbischofe für einige Zeit teilen.

Die Geschichten der Kölner Stiftskirchen will ich nichtalle verfolgen, eingehender möchte ich mich nur mit dem ori-ginellsten Kölner Baue beschäftigen, da gerade bei ihm bisheram Wenigsten der Einfluß der Bauherrn, Ziel und Zweck derAnlage beachtet worden sind. Es handelt sich um das hoch-adlige Stift St, Gereon.

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