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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.

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Den Ursprung von St. Cäcilia als Damenstift verlegt diesorgfältige Untersuchung von Nikolaus Michel') mit hoher Wahr-scheinlichkeit in die Mitte der 70 er Jahre des neunten Jahr-hunderts, in die Zeit unmittelbar nach der Übertragung desDomstiftes durch Erzbischof Willibert an seine heutige Stelle.

St. Ursula ist ein Stift, das nur Damen des hohen Adelsaufnahm, bis zu seinem Untergange (1802) geblieben. Es wurdenspäter entsprechend dem Wandel der rechtlichen Anschauungenauch Glieder von Familien, die den hohen Adel erst später er-worben hatten, aufgenommen. Als seit der Mitte des 17. Jahr-hunderts nur noch Gräfinnen zugelassen wurden, kamen allerdingseinige Titularreichsgräfinnen in den Konvent, ja in den Ab-tissinenstuhl (Wolkenstein-Rodenegg).

Zweifelhaft sind nur 2 Damen (Pützel, Rynttorp). 2 ) DerKonvent war vom Spätmittelalter an immer recht mager besetzt.

Bei St. Cäcilia war dieselbe Einschränkung der Aufnahmein Geltung, bis schließlich das in seinem Wohlstande zurück-gegangene Stift nur noch aus der Äbtissin Else von Reichenstein(1443 f 1485) bestand. Sie hat sich tapfer gewehrt, als KaiserFriedrich III und ein päpstlicher Legat die Insassen des vorden Toren von Köln gelegenen Augustinerinnenklosters Weiher,das in dem Kampfe gegen Karl den Kühnen geschleift wurde,in das Stift überführten uud Papst und Erzbischof der Tat zu-stimmten. 1475 brachte die Auflösung dieses freiherrlichenStiftes. Unter den von Michel nachgewiesenen Geschlechtern,die im Cäcilienstift vertreten waren, waren das sächsische Kaiser-haus, vierzehn Grafengeschlechter und vierzig freiherrlicheHäuser. Zweifel betreffens hochadliger Herkunft können beiunseren Kanonissen in zwei Fällen, wo genügende Beweise fehlen,auftauchen. Über drei Familien konnte überhaupt nichts Sicheresermittelt werden. 3 )

Bei Maria im Kapitol ist festzustellen, daß es bis zu Endeein adliges Stift war, es umschloß dabei auch den niederen

*) Das alte freiherrliche Kanonissenstift St. Cäcilien in Köln (1914).

2 ) Vgl. die Arbeit von Z ü n d o r f.

3 ) Michel S. 144.

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