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8. Abhandlung: Aloys Schulte
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Sponheim (1238—44) war auch Propst von Bonn. Auf Ever-hard (1245—71) folgen Otto von Jülich (1282), Philipp vonWesterburg (1288, gestorben vor 1325) und dann Johann vonVirneburg (1325), auch Propst von Kerpen.
Von St. Aposteln kenne ich von 1110—1332 15 Pröpste,von achten die Familie. Das sind Dietrich von Heinsberg(1125—47),*) Dietrich von Hengebach (1166 — 1208) — derdann Erzbischof wurde, 1212 wurde er abgesetzt als AnhängerOttos IV und lebte dann wieder in seinem Stifte — Gerardvon Eisloh (1213—29), 2 ) Heinrich von Heinsberg (1231—67) 3 )Wilhelm von Kessel(1271), Arnold von Blankenheim(1275—87), 4 )Reinhard von Westerburg (1293—1313), B ) und Heinrich vonVirneburg (1314—28. 32.), zugleich Propst in Bonn und Soest,der die Kölner Propstei auch als Erzbischof von Mainz behielt.Dann Siegfried Loyf von Cleve.
In St. Andreas kennen wir nur von vier Pröpsten dieFamilienzugehörigkeit. Der eine war ein Wallone, Arnold vonWalcourt, ein Verwandter des Grafen Heinrich von Kessel(1149—69). 6 ) Er wurde Erzbischof von Trier. Otto Graf vonEverstein (1246 — 70) war auch Propst von Aachen und Xanten,eine solche Ämterkumulation war nur bei einem Hochadligendenkbar, dann Johann von Rennenberg (Kanonikus 1260, Propst1283—99). Bei Friedrich von Hammerstein (1311 — 27) stehtes nicht fest, ob er dem als edelfrei anerkannten Zweige diesesReichsministerialgeschlechtes angehörte. Es folgte Heinrich vonJülich (1334—36). 7 )
In allen sechs Stiftern war im Laufe des 13. Jahrhundertsdie Propstei von der tatsächlichen Leitung des Stiftes dadurchverdrängt worden, daß der Propstei ein Teil der reichen Ein-künfte zugewiesen wurde, während der größere Teil dem Kon-
i) Nach Alfter.
2 ) Nach Alfter und dem Nekrolog. Sein Vater war Arnold. Die Äbtissindementia von St. Ursula (1174—1204) war seiner Mutter Schwester.
3 ) Nach Alfter 1230-75. 4 ) Nach Alfter.
5 ) Er war auch Propst von Bonn.
6 ) Höniger 2, 1, 133. 7 ) Nach Alfter.