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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.
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Heinrich (1219—23), vorher Scholaster von St. Gereon, handeltes sich um eine politisch sehr bedeutsame Persönlichkeit. Er,der Ratgeber Kaiser Ottos IV, wurde 1218 vom Papst Honorius IIIdem Brzbischofe, Domdechanten und Clerus für die Übertragungeiner Propstei empfohlen, nachdem schon vorher ihm die Propsteivon St. Georg übertragen werden sollte, die Erzbischof Engel-bert aber beibehalten hatte. 1 ) Die Scholasterie von St. Gereonwar auch nicht Edelgeborenen zugänglich.
Dann erscheint als Propst der spätere Erzbischof Konradv. Hochstaden. Er verband nach seiner Wahl zum Propst vonMariengraden damit — in der rücksichtslosesten Weise vor-gehend — die Dompropstei. 3 ) Bei seiner Wahl zum Erzbischofe(1238) folgte ihm in Mariengraden sein Bruder Friedrich. Vonden beiden Nachfolgern Ludolf (1268) und Wilhelm (1271) istdas Geschlecht nicht bekannt. Dann erscheint Konrad vonBerg, er hatte 1275 für das erzbischöfliche Amt noch nicht daskanonische Alter und die erforderlichen Weihen, gleichwohlpostulierte ihn der Wahlausschuß mit 9 gegen 1 Stimme. 3 )Der Papst entschied wider ihn. Ihm folgte Walram von Berg(1283), dann erscheinen die aus einer erzbischöflichen Ministe-rialenfamilie hervorgegangenen Pröpste Johann (1288—93) undOtto von Rheineck (1303). An diesen schließen sich wieder dieEdelfreien Werner von Tomburg, Walram von Arnsberg undRuprecht von Virneburg.
Vier Erzbischöfe lieferte auch St. Georg und zwar alle ausdemselben Hause: erst Friedrich von Berg (Propst 1140—56),dann Bruno von Berg (1156 — 91, daneben auch Dompropst),Adolf von Altena (1191—93), Engelbert von Berg (1198—1216,auch Dompropst), dann folgte Bruno von Isenburg (1216 Alfter).Die Propstei von St. Georg blieb auch weiter beim bergischenGrafenhause, indem Engelbert von Altena (1218—24), späterBischof von Osnabrück, folgte. Propst Heinrich (1225 — 33)ist nach Alfter aus dem Hause Westerburg. Gottfried von
J ) Ann. d. hist. Ver. 9, 252.
2 ) Vgl. Knipping 3 Regest, nr. 307.
3 ) Knipping 3 nr. 2591.