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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln.

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den Schreinsbüchern findet sich von ca. 120514 der Kano-niker Richolf filius Apolonii Erlebot. 1 ) Schon vorher ein Franco,dessen Bruder wohl Kölner Bürger war, 2 ) er war später Kustos.In den Lau'schen Stammtafeln begegnet 1233 Alexander vonder Mühlengassen. 3 )

Der hl. Bruno, der Stifter des Kartäuserordens (f 1101),der Sohn eines Kölner Bürgers,*) war in der Stiftsschule vonSt. Kunibert gewesen, dann dort Kanonikus, Scholaster zuReims, bis er sich zur Wiedererweckung der strengsten Askeseentschloß. Das Bürgertum würde noch mehr hervortreten,wenn neben dem beim Kirchenbau hervortretenden Vogelo auchder oben erwähnte Dechant Konstantin der Kölner Bürger-schaft angehören würde. Und das ist wahrscheinlich, minde-stens möglich. Dieser seltene Name ist dem hohen Adel fremd,er kommt bis 1300 im Domkapitel überhaupt nicht vor. Erbegegnet dafür in der erzbischöflichen Ministerialität seit 1127,daneben aber schon vornherein in den Schöffenbüchern, amEnde des 12. Jahrhunderts gab es einen Münzer Konstantin,bey der Familie von Lyskirchen findet sich der Name seit1189 ohne Unterbrechung. 5 ) Er kommt aber auch bei derFamilie von der Aducht vor und ein Konstantinus von derAducht war am Anfang des 13. Jahrhunderts Kanonikus anSt. Kunibert. 6 )

Die vier noch übrigen Kölner Männerstifter zeigen in ihrerOrganisation eine große Verwandtschaft, weswegen ich sie zu-sammen behandle. Das älteste von ihnen St. Andreas istzuerst sicher erwiesen durch das Testament Erbischof Brunos I;Erzbischof Piligrim (102136) gründete 1 ) und baute das Stift

!) Höniger 2, 111.

2 ) Höniger 2, 2, 273.

3 ) 26, 128.

4 ) Die Vita antiquior sagt:de civitate Colonia non obscuris paren-tibus natus". Acta Sanctorum Oct. 3, 491.

5 ) Lau in Mitteilungen aus d. Stadtarchiv Köln 24, 84f.

6 ) Lau 25, 361.

7 ) Seit der 2. Hälfte des 14. Jahrhunderts kommt die Auffassungzur Geltung, schon der hl. Heribert habe das Stift begründet. Das Ne-

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