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Der hohe Adel im Leben des mittelalterlichen Köln
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Der hohe Adel im Leben dea mittelalterlichen Köln.

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aber sehr wohl sein, daß trotzdem die Ministerialen nur zeit-weise in das Kapitel eingedrungen waren und später wiederherausgedrängt wurden.

Ich habe mir die Mühe gemacht, die Namen der Domherrnvor 1300, wo Kisky einsetzt, aus der Literatur zusammenzu-suchen. 1 ) Ich brachte 124 zusammen, sie verteilen sich auf72 Familien, von diesen waren 57 hochadlig, 2 ) 9 mit 14 Dom-herrn ministerialisch, 3 ) 6 mit 8 zweifelhaften Ursprungs. 4 )

Überblickt man die räumliche Verteilung der Domherrn,so waren die Westerburger von der südlichsten Grenze, imWesten überschritt man nur selten die Bistumsgrenze, das köl-nische und weitere Westfalen war spärlich vertreten. 5 ) Amstärksten, mit 7 Personen treten die Freiherrn von Linnep auf,die Grafen von Berg-Limburg gar mit 9, die Freiherrn vonRennenberg mit 6, die von Dollendorf mit 5, die Randerathund Büren mit je 4.

In späterer Zeit mußte das Domkapitel, wenn es seinenhochadligen Charakter aufrecht erhalten wollte, immer weiterausgreifen, um 1500 saßen im Domkapitel von Hennenberg

!) Ich benutzte Knipping, Regesten, Lacomblets Urkundenbuch,Kisky, den von Korth besorgten Abdruck des liber privilegiorurn ma-joris ecclesie Coloniensis (Westdeutsche Ztschr. Erg. Heft 3), das Nekrologdes Domstiftes im Originale und eine Urkunde von 1204 Westf. Urkunden-buch 7 nr. 31.

3 ) Pur den Charakter der Hart vgl. Lacomblet 1, 219. 291, 4, 775.Die Hese setzte ich zu den Hochedlen, weil Heribert von Heise 1238Kanoniker von St. Gereon war: Jörres, Urkundenbuch von St. Gereon.Für die Schiderich vgl. Knipping, Reg. 2. nr. 832. 859, 1164. Für dieTiverne Lacomblet 2, 32., für die Werbe Lacomblet 1, 288. 373und Kaiserswerther Urkundenbuch 22. Den hohen Adel der Seieheim be-weist die Tatsache, daß ein Seieheim Mönch in Werden war. Vgl. Sloet,Oorkondenboek der graafschappen Gelre en Zutfen nr. 441 (um 1215).

3 ) Außer den schon oben erwähnten die später zum Hochadel ge-rechneten Daun, die in einem Zweige schon damals als hochadlig ange-sehenen Reichsministerialen von Hammerstein, endlich die Rode (Merode).

*) Außer den erwähnten Lucelinga.

5 ) Ich finde nur die Geschlechter Bilstein, Gevure, Holte, Limburgund Lippe.

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