Druckschrift 
3 (1762)
Entstehung
Seite
253
Einzelbild herunterladen
 

253Stück.heiten, Privilegia, Briefe, oder Herkommenwären, oder seyn möchten, gänzlich tod, kraft-, und nichtig seyn sollen; so spricht es sogarvon selbsten, daß selbiger dahier um so vergebli-her angeführet werde; je weniger gesagt wer-den mag, daß der deutsche Orden einen Frey-heits=Brief wider die einzuführende Legemamortizationis jemals erhalten habe. Der an-dere vom Jahre 1403 hingegen ist eine Bestät-gung der vorherigen Privilegien, wie solchesgleichbalde in die Augen fällt, wann man denBrief einsiehet und darinnen liset:Auch ge-ben, und verleihen wür Ihnen mit rechter Wis-sen, in Chraft dis Briefs, alle Freyheit, Ai-genschaft, Herrlichkeit, Recht und Nutzperig-kheit, die der ehegenant deutsch Orden, erwor-ben, und herbracht hat, als jezt das heilige Rö-misch Reich ist, yber desselben Ordens Herr-schaft, Schloß, Vesten, Stete, Markhte,Vogten Gericht, Recht, Derfer, Leüth undZueth, der si jez und in Nuzer Besitzung undGewere sind, und die der ehegenant Orden,sein Gepietiger unnd Bruder, von Vnns, demReiche unnd anderswo redlicher erworben,unnd an sich bracht haben, oder firpaß redli-chen erwerben, unnd an sich bringen werden,unnd mainen, setzen unnd wollen, daß sydaran niemandt, in welcherlai Adl, Ehrn,Wirden, oder Wesen der sey, Geistlich,oder Weltlich, mit Vogt=Recht, Geschlosse,Steuerung, Pethen, Fueren, Diensten,Ungelt, Burgengelt, Gelaiten, Zol-len,