Der Jadenspieß und die Lo ng inuss age
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eucharistische Sakrament, mehr noch die vulgärchristlicheAuslegung desselben und überhaupt die religiöse Phantasieder literarisch Gebildeten, die religiöse Poesie mit jenen grie-chischen mystagogischen Elementen, denen von ihrem Ursprungan unverlierbar ein stark materialistischer Zug in der Anschauungvom Kreuzestod Christi und dessen sakramental-dramatischerWiederholung im eucharistischen Opfer eigen ist, durch densie weit abstehen von der moralisch-spirituellen Abendmahls-allegorese der Lateiner, vor allem Augustins. Und diese Mystikder heiligen Lanze wird ein Ferment des französisch-deutschenKultus Karls des Großen, ein Bestandteil dynastisch-poli-tischer Geschichtskonstruktion, ein staatsrechtliches Symboldes abendländischen mit dem Namen Konstantins sich decken-den Imperialismus 1 ). Das ist die eine Seite der Entwicklung.
x ) Ohne meine oben (S. 174 und Anm.) vermerkten Ausführungenzu kennen, hat Adolf Hofmeister eine verdienstvolle Untersuchung'Die heilige Lanze, ein Abzeichen des alten Reiches', Breslau 1908,veröffentlicht: er beschränkt sich indessen darin fast ausschließlichauf das Insigne des alten deutschen Reiches, daneben die Vorstellungenvon heiligen Lanzen nur im allgemeinen behandelnd, nimmt hingegenauf die Passionslanze nur insofern Rücksicht, als das deutsche Insigne —•wie er glaubt erst im späteren Mittelalter — mit ihr identifiziertwurde. Die Gleichsetzung der deutschen Reichslanze und der Longinus-lanze ist aber viel älter und ererbt aus frühbyzantinischen Anschau-ungen. In einem offiziellen Aktenstück hat sie für Deutschland aller-dings zum ersten Male erst Gregors IX. Brief an Kaiser Friedrich ILvom 22. Juli 1227 verkündet, den ich in meinem (Hofmeister gleichfallsentgangenen) Akademievortrag Sitzb.1903, S.612 als Grundlage erwies fürdas halb religiöse, halb politische, durchaus aber imperialistische Kreuz-zugslied Walthers von der Vogelweide, das die zaudernden österreichi-schen Ritter mahnt, als Söldner an dem Kreuzzug des gebannten Kaisersteilzunehmen im Hinblick auf den ersten christlichen Söldner, den Speer-soldaten des Kreuzes, und seine heilige Waffe, die das Symbol deschristlichen Weltimperiums und seit dem ersten Kreuzzug auch dasSymbol der Befreiung des heiligen Grabes ist. Walther hat diesenheiligen Speer dann noch gefeiert in dem für das Betreten der geweihtenStätten gedichteten Kreuzlied (Lachm. S. 15, 18): wol dir, sper kriuzunde dornl Er hatte am Beginn seiner dichterischen Laufbahn imDienste des nach seiner Meinung zum Kaisertum berufenen legitimendeutschen Königs Philipp von Schwaben der pfäffen wal, d.h. die durchdie rheinischen Erzbischöfe und Innozenz III. zustandegekommeneWahl des Weifen Otto IV. gebrandmarkt als 'Verkehrung desLaienrechts', als eine Folge jenes ersten Übergriffs geistlicher Ge-walt, der dadurch entstand, daß Kaiser Konstantin in der Schenkung an
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