W. vom Berg, Schriftstellername des Anstreichermeisters W. Berchter inBroich. Er schrieb lesenswerte Erzählungen zumeist für die Jugend, darunter „DasHaus auf Varvöe".
Pfarrer Paul Wilhelm Stursberg. Stursberg gründete 1859 ein kirchlichesWochenblatt, „Sabbathklänge" genannt, das er bis zu seinem Tode redigierte. DasBlatt verschaffte sich bald einen großen Leserkreis, denn Stursberg schrieb sehranschaulich und packend. Der Schluß des Hauptartikels in Nr. 4 vom Jahre 1861lautete: „Und wenn dann im Rathe Gottes beschlossen ist, daß Deutschlands Geschickesich immer fester an unser Königliches Haus knüpfen sollen, und unsere preußischeKönigskrone im raschen Laufe großartiger Zeitbewegungen vertauscht werden mußmit der alten, deutschen Reichskrone, dann wird in heiliger, unendlicher Begeisterungwiederum das ganze Volk jauchzen und sprechen: Glück zu dem Kaiser!" BesonderesInteresse erweckten die Ende der siebziger Jahre geschriebenen Aufsätze über diePetrikirche. Die von Stursberg herausgegebenen „Pilgerlieder" sind eine Sammlunghübscher geistlicher Lieder.
Pfarrer Ernst Modersohn. Modersohn hat eine große Zahl Schriftenverfaßt, die alle nur religiöse Fragen behandeln. Von seinen Arbeiten seien folgendegenannt: „David" und „Naemann", „Die Frauen des Alten Testaments", „SechsJahre in der Stadt Terstegens".
Gustav Adolf Berchter, 1840 geboren, lebte als Kaufmann in Broich undwar lange Jahre Präses des evangelischen Vereinshauses; er starb im Jahre 1900.Seine Ansprachen fesselten die Zuhörer durch den Reichtum der Gedanken unddurch eine angenehme Vortragsweise. Seine Frömmigkeit war Terstegen'scherArt; die Lauterkeit seines Wesens gewann ihm viele Herzen. Er besaß die Gabe,seine Gedanken klar in belehrenden Schriften und Erzählungen niederzulegen.Als Freund der Sonntagsschulen gründete er 1878 den „Mülheimer Kinderfreund"(heute heißt das Blatt „Rheinisch-Westfälischer Kinderfreund"), der eine großeVerbreitung gefunden hat. Er verfaßte: „Aus dem Leben Abrahams", „Der ApostelPaulus", „Das Evangelium des alten Bundes".
Christian Moritz Bernhardt, geboren 1869 zu Hachenburg im KreiseOberwesterwald, ist seit 1895 in Mülheim als Lehrer tätig. Bernhardt übernahmnach Berchters Tode die Schriftleitung des „Rheinischen Kinderfreundes", der gegen-wärtig in einer Auflage von 40000 Exemplaren erscheint. Er dichtete vieleKinderlieder, Rätsel und Gelegenheitsgedichte, die gern gelesen werden, verfaßteheimatkundliche Aufsätze und schilderte in manchen anmutigen Strophen die Schönheitunserer Heimat. Von seinen Werken seien erwähnt: „Lustgärtlein fürs kleine Volk."„Für unsere Kinder." „Gottes Brünnlein." „Drei kleine Erzählungen." Die Büchleinsind sämtlich illustriert.
Professor Oskar Natorp. Natorp, dessen Ahn Johann Natorp im Jahre 1572in Rellinghausen die erste evangelische Gemeinde gründete, wurde 1833 in Wengerngeboren. Er studierte Theologie und neuere Sprachen und war von 1863 bis zuseinem Tode 1899 Oberlehrer in Mülheim. In der Bürgerschaft genoß Natorp großesAnsehen. An seinem 25jährigen Lehrerjubiläum überhäuften ihn seine ehemaligenSchüler mit Ehrenbezeugungen. Natorp dichtete vaterländische Gesänge, verfaßteJugendschriften und Lehrbücher und schrieb eine Biographie seines Großvaters, desOberkonsistorialrates Natorp in Münster.
Wilhelm Rehbein, lebt seit 1895 als pensionierter Rektor in Düsseldorf.Es erschienen von ihm: „Patriotische Gedichte." „Gedichte 1. und 2. Auflage."
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