für Errichtung von Handarbeitskursen, besonders in Naturholz, für die männlicheJugend zu erwärmen und schnell Erfolge zu erzielen, die hoffentlich durch das Interesseder Stadtverwaltung sich von Jahr zu Jahr erweitern werden.
Wichtig wurde der Beitritt zum Zentral-Gewerbeverein in Düsseldorf alsZweigverein 1883, dessen Organ für Bestrebungen des Kunstgewerbes „Das West-deutsche Gewerbeblatt" in stattlichen Bänden in der Vereinsbibliothek zur Benutzungstehen. — Jahrelang wurde durch Direktor Dr. Frauberger monatlich eine Auswahlgewerblicher Muster und Vorlageblätter zugeschickt, die in einem von der Stadtfreundlich zur Verfügung gestellten Zimmer auf dem Rathause für Meister undGesellen zur Ansicht und Abzeichnung ausgelegt wurden. Eine weitere Folge wardie Veranstaltung einer Ausstellung von Lehrlingsarbeiten vom 22.—31. August 1885im Saale des „Vereins" auf der Friedrichstraße. Über die meist unter zahlreicherBeteiligung ausgeführten technischen Ausflüge, sowie über eine Reihe von Volks-unterhaltungsabenden im Kirchholtes'schen Saale zu berichten, würde den gegebenenRaum überschreiten.
Der Samariterverein.Der deutsche Samariterverein vom roten Kreuz (freiwillige Sanitätskolonne)ist eine im Jahre 1893 aus dem Gewerbeverein hervorgegangene gemeinnützigeVereinigung, welche bezweckt, durch Abhaltung von Samariterkursen freiwilligeHelfer und Helferinnen auszubilden, bei Unglücksfällen unentgeltlich die erste Hülfezu leisten, im Gebiete der-Stadt Mülheim Samariterstationen einzurichten und inengster Verbindung mit dem Zweigverein vom roten Kreu z in Mülheim-Ruhr Pflege-personal für den Krieg bereitzuhalten. Der Verein hält alljährlich, Oktober beginnend,unter Leitung eines Arztes einen Ausbildungskursus ab; die Berechtigung zum Tragendes Samariter-Abzeichens (weiße Armbinde mit rotem Kreuz) muß durch einePrüfung erworben werden. Seitens der Stadt wird das Bestreben des Vereinsdadurch unterstützt, daß auf sämtlichen Polizeistationen Samariterhilfsstellen ein-gerichtet sind, Krankentransportwagen bereit stehen, und sämtliche Polizeibeamtenach und nach für die erste Hülfeleistung ausgebildet werden.
Der literarische Vereinist am 3. November 1854 ins Leben getreten. Ausgegangen ist er von einemsogenannten Kränzchen der Lehrer der damaligen Realschule I. O., die wöchentlicheinmal unter sich zusammenkamen und neben dem geselligen Verkehr sich inwechselseitiger Besprechung über die bedeutendsten wissenschaftlichen undliterarischen Erscheinungen unterrichten wollten. Bald wurde in Kreisen außerhalbdes Lehrerkollegiums der Wunsch laut, man möge sie zur Teilnahme zulassen, undso wurde an dem genannten Tage die förmliche Gründung des Vereins vollzogen.Außer dem Vorsitzenden, dem Direktor der Realschule Dr. Gallenkamp, gehörte demVerein das damalige Lehrerkollegium an und außerdem eine Anzahl der angesehenstenMänner aus den verschiedensten Berufszweigen. Die Grundforderung, die demVerein seinen eigenen Charakter gegeben hat, nämlich, daß jedes Mitglied der Reihenach für die Unterhaltung des Abends in Form eines Vortrages oder Vorlesunginteressanter Stellen aus neuerschienenen Werken zu sorgen hat, blieb bestehen.Freilich ist bei dieser für manchen unbequemen Bestimmung die Zahl der Mitglieder
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