Turnervereinigung (auf der Dohne) Turnverein Holthausen;
Mülheim-Ruhr; „Freie Turnerschaft", Mülheim-Ruhr;
Turnverein „Victoria" Mülheim-Ruhr; „Sokol-Verein" (Polnischer Turnverein)Turnverein Mülheim-Broich; in Mülheim-Styrum ;
Turnverein Mülheim-Speldorf; Turnverein „Vater Jahn", Sozialdemo-Turnverein Mülheim-Saarn; kratischer Turnverein in Mülheim-Turnverein „Jahn" Eppinghofen; Altstadt.Turnverein „Victoria", Mülheim-Saarn;
Der Gewerbeverein.
Als nach Errichtung des Norddeutschen Bundes ein frischer Luftzug dasgeistige, politische und wirtschaftliche Leben durchwehte, regte sich bis in klein-bürgerliche Kreise hinein das Verlangen nach umfassenderer Bildung. Zu diesemZwecke trat Professor Dr. Nagel mit dem Vorsitzenden des HandwerkervereinsFelderhoff sen. in Unterhandlung. Unter Mitwirkung des Bürgermeisters Obertüschen undDirektor Qruhls beschloß man, dem Verein unter dem Namen Gewerbeverein eine aus-gedehntere Grundlage zu geben und eine Liste außer bei den Handwerksmeisternauch bei den Groß-Industriellen und bei den Beamten in Umlauf zu setzen. Als Zweckwurde 1. Anregung und Vervollkommnung tüchtiger Berufskenntnisse und 2. freieEntwicklung bürgerlichen Lebens und geselligen Verkehrs unter seinen Mitgliedernaufgestellt. Schon in der ersten Sitzung am 3. März 1870 im Dresen'schen Saalein der Delle, wo jetzt das Gewächshaus der Familie Stinnes steht, ließen sich 96Herren in die Stammrolle eintragen, darunter die höheren Beamten der Stadtverwaltung,viele Stadträte, die meisten Lehrer der höheren Schule, viele der Volksschulen, undnicht etwa als lediglich zahlende, sondern als eifrige aktive Mitglieder, die an denVortragsabenden durch eigene Vorträge oder durch Beteiligung an den sehr lebhaftenBesprechungen, ebenso an den damals noch recht primitiven, aber volkstümlichenVergnügungen der Sommerfeste zum Gedeihen des Vereins beitrugen. Die Vorträgewurden in den ersten fünf Jahren ausschließlich von Einheimischen gratis gehalten.Lebhafte Besprechungen ergaben sich bei Anregung von Einrichtungen, die heuteals selbstverständlich angesehen werden, eines Verschönerungsvereins, des Vereinsgegen Verarmung und Bettelei, des Baues eines Schlachthauses, die Beseitigung derAschen- und Abfüllenot, einer Wasserleitung, einer Friedhofskapelle, der Neuanlage desMarktplatzes im Altenhof, eines Tierschutz Vereins, worüber die 8 Protokolle berichten-Andere Anregungen hatten keinen dauernden oder gar keinen Erfolg: Gründungeiner Jiäuserbaugenossenschaft, einer Badeanstalt für das weibliche Geschlecht (1871),Beseitigung der Bogen an der Bogenstraße, Baarzahlungsverein, Petition an dieKgl. Regierung wegen Einverleibung einiger ländlicher Bezirke (1874), Petition umVerlegung des Hauptbahnhofes an die Eppinghoferstraße (1883).
Von bleibendem gemeinnützigem Werte erwies sich die Einrichtung einesSamariterkursus, der sich später vom Gewerbeverein trennte, um sich als Samariter-verein auf eigene Füße zu stellen. — Ganz besonders segensreich hat sich das aufAnregung des damaligen Landrates Conze vom Verein gegründete Volksbureauerwiesen, dessen Unterhaltung die Vereinskasse noch heute in Anspruch nimmt.Das Lokal (Friedrichstr. 7) dient zugleich zur Unterbringung der Vereinsbibliothek.Ebenso mag noch erwähnt werden, daß dem Lehrer Karl Köhler durch einen Vortragim Gewerbeverein am 28. Oktober 1903 Gelegenheit geboten wurde, das Publikum
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