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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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Erze, 5 Erzzerkleinerungsmaschinen, später durch ein Dampfwalzwerk ersetzt, 36Röstöfen, 36 belgischenZinköfen, 6 Flammöfen für Zinkweiß, 4 Flammöfen zur Be-handlung von Zinkerzen, von Zink und Zinkweiß, 1 Dampfmaschine, 3 Brennöfenfür Muffeln und feuerfeste Steine, 8 Pfannen und die Werkstätten für feuerfesteProdukte. — Der Betrieb, geleitet von Direktor Remont, unterstand den Vorschriftender Bergbehörde. Die Hütte betitelte sich „Gewerkschaft Eppinghofen", nach demEingang derselben 1873 kamen die Gebäude und Grundstücke in den Besitz derFriedrich Wilhelmshütte, welche das Terrain in letzter Zeit zwecks Verkaufs parzellierte.Auf einem Teil steht die neue katholische Kirche.

Produktion von 1853 bis 1873.

Geröstete Zinkblende von 1853 bis 1857..............10933 t

Rohzink von 1853 bis 1873, gewonnen aus 178340 t Erz......69244 „

Zinkweiß von 1853 bis 1872, gewonnen aus 16236 t behandeltem Zink 18319 „Anfangs der 70er Jahre brannte ein größerer Gebäudeteil ab, was in Verbindungmit dem Umstände, daß das Werk keinen Bahnanschluß erhalten konnte, derGesellschaft Veranlassung gab, im Jahre 1873 den Betrieb ganz einzustellen; derRöstbetrieb hatte nur 4 Jahre gedauert.

d) Papier-, Tabak- und Textilindustrie 1 ).Die drei Etablissements, welche hauptsächlich diese Industriezweige vertreten,nämlich Vorsters Papierfabrik (jetzt Dorstener Aktien-Gesellschaft), von EickensTabakfabrik und die Troost'sche Weberei (jetztRoesch & Co.) haben das gemeinsam, daß sieunter Berücksichtigung der im Laufe von hundertJahren und mehr stattgehabten Wandlungenauch heute noch die nämliche Fabrikation be-treiben, wie einst. Sie waren keine Konkurrenten,hatten aber z. B. an der alleinigen Ausnutzungder Ruhrwasserkraft gleiches Interesse; zudemwaren die Familien Vorster, von Eicken undTroost miteinander verwandt.

Bereits in einer Urkunde vom 11. Juni 1704wird ein Papiermacher Vorster erwähnt, derReparaturarbeiten gemacht habe, es wird abernicht gesagt, in welchem Verhältnis derselbezur Broicher Papiermühle gestanden hat.Vielleicht ist es derselbe oder ein Sohn vondiesem gewesen, nämlich Hermann Vorster,der durch Vertrag d. d. Styrum, 31. Januar 1755die Mühle, die er bisher in Jahrespacht gehabthabe, nunmehr vom Grafen Limburg-Styrum inLeibpacht erhält, und zwar höchstwahrscheinlichaus dem Grunde, weil Vorster ein Pfandrecht an der Mühle hatte für geliehene800 Tlr., deren Zinsen er an der Leibpacht abziehen durfte. Nach abermals50 Jahren wird am 14. Februar 1804 ein Vertrag getätigt, worin Graf Georg Karlanerkennt, daß der bisherige Leibgewinner Hermann Vorster den Leibgewinn anseinen Bruder, Landgerichtsschöffen Friedrich Vorster und dessen Frau Gertraud

Friedrich Vorster.

l ) Tapetenfabrik, Hanfseilereien und Wettertuchfabriken s. Verschiedenes.

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