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Denkschrift zur Hundertjahrfeier der Stadt Mülheim an der Ruhr 1908
Entstehung
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Heim an der Aktienstraße errichtet; den verschiedenen Frauen- und Jungfrauen-vereinen, sowie einer Sonntagsschule dient mit 4 Sälen das 1900 in der Werthgasseerbaute Schwesternhaus.

Außerdem bietet das großartig angelegte evangel. Vereinshaus mit seinenvielen Sälen, seiner christlichen Buchhandlung, seiner Herberge zur Heimat, seinemHospiz ebenfalls vielen Vereinen und Pensionsgästen seine Räumlichkeiten dar.

Endlich besteht seit 7 Jahren am Rande des sogenannten Witthausbuschesein Gast- und Logierhaus Terstegens-Ruhe mit hübschem Blick ins Ruhrtal undnahem Wald und gesunder Luft, verbunden mit einem großen Saal, wo Sonntags-schulen und Vereine sich oft versammeln und mit dem ein kleines Missionsmuseumverbunden ist. Das Missionarheim in der Vereinsstraße in Eppinghofen, in demstets ein pensionierter Missionar wohnt, um für die Mission innerhalb der Synodezu wirken, gehört ebenfalls der evangelischen Gemeinde.

Die etwa 20 Sonntagsschulen werden von rund 2500 Kindern besucht undmeist unter kirchlicher Aufsicht und geistlicher Anleitung für die Gehülfen undGehülfinnen, und unter Teilnahme der Geistlichen abgehalten.

Die Tochter-Gemeinden. 1 ) I. In Heißen (7000 Seelen) begann man1888 ein neues Pfarrhaus nebst Katechisierstube an Stelle der bisherigenMietswohnung zu bauen. Im folgenden Jahre (1889) folgte der bisherige

1. Pfarrer Wilh. Gräber einem Rufe als Konsistorialrat, Superintendent undPfarrer der reformierten Gemeinde in Stettin. An seine Stelle wurde

2. Pfarrer Hugo Quack, bisher Hülfsprediger in Wülfrath, gewählt, der aberschon 1890 sein Amt niederlegte. Sein Nachfolger wurde

3. Hülfsprediger Walter Stock aus M.-Gladbach. Nach dessen Weggang nachHamm i. W. wurde

4. Pfarrer Schütte gewählt, der 1902 einem Rufe nach Mülheim am Rheinfolgte; als jetziger Pfarrer trat seit 1902

5. Pfarrer Lauffs ein. Eine dringend nötige zweite Pfarrstelle ist genehmigt.Ein zweites Pfarrhaus und Betsaal in Fulerum ist im Rohbau vollendet;

Jünglings- und Jungfrauenvereine, sowie ein Kirchenchor bestehen in der blühendenGemeinde und tagen in einem besonders gebauten großen Saale.

II. In Styrum (8000 Seelen), wo ein Pfarrhaus schon gebaut war, wurde 1889noch eine Katechisierstube errichtet, und ein stattlicher Kirchturmbau, Dank zahl-reicher, bedeutender Liebesgaben aus der Gemeinde, an Stelle des dürftigen Dach-reiters begonnen und am 26. Oktober 1890 nebst einem neuen schönen Geläutevon O tto in Hemelingen) feierlichst eingeweiht. Als Pfarrer fungierten bisher

1. Ernst Wetzmüller seit 1874, ihm trat als zweiter Pfarrer zur Seite

2. Carl vom Bruch (1894—98), der nach Lennep ging; ihm folgte

3. Friedrich Müller.

Als Pfarrer Wetzmüller Anfang 1907 sein Amt niederlegte und plötzlich imFebruar starb, wurde an seine Stelle

4. Heinrich Kemper gewählt.

l ) Über die 1858 abgetrennte Gemeinde Oberhausen mögen hier folgende Daten Platzfinden: Oberhausen I (18500 Seelen), erste Kirche 1. Friedrich Königs 1858—1884;2. Theodor Roffhack 1873—1902 (f 1907); Hermann Ufer seit 1885; 4. v. d. Thüsen seit 1894(3. Pfarrer); 5. Hunger 1903-1906 (Wesel); 6. Reingans seit 1906 (2. Kirche); 7. Dullhäuer(4. Pfarrer) 1906. Oberhausen II (4500 Seelen), 1. Herrn. Schauwina'ld, Kirchenweihe 1899;2. Wilhelm Daniels 1905.

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