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3. Chirurgischer Theil A (1888) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Spezieller Theil: Verwundungen der einzelnen Körpergegenden ; zweite Abtheilung: Verwundungen der Gliedmaassen
Entstehung
Seite
1203
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Bandln. Spez. Theil.

Kasuistik.

1203

Laufende

No.

Bezeichnung des Verwundeten.Tag und Art der Verwundung.

310.

B. D., vom MecklenburgischenFüsilier - Regiment No. 90, ver-wundet am 4. Dezember 1870 beiOrleans: Gewehrschussbruch deslinken Fersenbeins. Eingangs-öffnung aussen, Ausgangsöffnunginnen.

Verlauf, spätere Zustände u. s. w.

Dauer

der

Lazareth-

behandlung.

4

Die Kugel drang unterhalb des äusseren Knöchels ein und brachdas Fersenbein in schräger Richtung nach innen und hinten. DerHeilungsvorgang war langsam; nach der Reihe stiessen sich etwa26 Knochensplitter ab, bis Ende des 8. Monats die Wunden ver-narbten. Geheilt ohne Verkürzung. Knochen etwas verdickt, beimAuftreten schmerzhaft. Verwachsene Narben; Bewegung im Fuss-gelenk behindert. Gehen nur mit Krücke möglich; Aussicht aufBesserung.

9 Monate.

' vom Anhaltischen Infan-aient No. 93, verwundetLugust 1870 bei Beau-chrschussbruch des linkenid Sprungbeins.

Quer zwischen Sprung- und Fersenbein war das Geschoss durch-gegangen, hatte beide Knochen gebrochen, das Fussgelenk aberanscheinend nicht verletzt. Während des Krankheitsverlaufs kames zur Vereiterung des Sprung- und Fersenbeingelenks, an welche sichdie Entzündung des Fussgelenkes anschloss. Ende des 10. Monatswurde D. mit nahezu vernarbten Wunden entlassen und bot 5 Monatespäter bei der Invalidisirung folgenden Befund: Fusswurzel-knochen aufgetrieben; Fussgelenk kaum beweglich, geringe Spitz-fussstellung, Abmagerung des Unterschenkels. Gebrauchsfähigkeitbehindei't.

om Sächsischen 6. Infan-nent No. 105, verwundettember 1870 bei Sedan:ussbrueh des linkenlssknochens. Eingangs-aen am Fussrücken, Aus-n«' an der Fusssohle.

om 4. Posenschen Infan-ient' No. 59, verwundetgust 1870 bei Wörfch:

Bruch des 1. Mittelfussknochens in der Nähe seiner Grundfläche.In der 6. und 7. Woche wurden aus der Ausgangsöffnung mehrmalsSplitter entfernt, der langwierige Verlauf endete am 1. April 1871mit Heilung. Geht leidlich mit einem Stocke.

11 Monate.

7 Monate.

An der Verbindungsstelle des 1. Mittelfussknochens mit dem

1. Zehengliede der grossen Zehe traf die Kugel auf, zerschmetterte

die Köpfe! der drei ersten Mittelfussknochen und trat am Fuss-

dem 4. Mittelfussknochen aus. Eine grössere An-

urde entfernt. Die Heilung erfolgte in 8Vü Monaten.

S T arben. Steifheit der 4 ersten Zehen, geringe Be-

r 5. Zehe. Gebrauchsfähigkeit stark behindert. Gehen

. e und Stock möglich.

fussknochen war gebrochen, Splitter wurden entfernt,indem Verlauf wurde K. mit gut aussehenden Wundena entlassen. 12 Monate nach der Verletzung, beimg am 1. September 1871, bestanden verwachsenesifheit des 1. Mittelfuss - Zehengelenks. Gebrauchs-usses beeinträchtigt. (Vergl. v.Beck, S. 737, No. 6.)

glied der kleinen Zehe war gebrochen; am 8. TageSplitter entfernt. Vollständige Heilung am 10. Ok-

8 Vi Monate.

l 3 /4 Monate.

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