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3. Chirurgischer Theil A (1888) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Spezieller Theil: Verwundungen der einzelnen Körpergegenden ; zweite Abtheilung: Verwundungen der Gliedmaassen
Entstehung
Seite
1201
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Band III. Spez. Theil.

Kasuistik.

1201

Laufende

No.

1

Bezeichnung des Verwundeten.Tag und Art der Verwundung.

2

Verlauf, spätere Zustände u. s. w.3

Dauer

der

Lazareth-

behandlung.

4

299.

Chr. St., vom 1. HannoverschenInfanterie - Regiment No. 74, ver-wundet am 6. August 1870 beiSpicheren: Verletzung der linkenkleinen Zehe durch Gewehrschuss.

Der Schusskanal verläuft von der Fussrückenseite des 1. Zehen-gliedes schräg nach der Fusssohle und endet am Zehen-Mittelfuss-gelenk. Heilung am 26. November 1870. Narbe schmerzhaft.St. tritt mit dem inneren Fussrande auf. Gebrauchsfähigkeit nochbehindert.

3 2 /3 Monate.

300.

R. St., vom 2. Hessischen Infan-terie-Regiment No. 82, verwundet" - ' 1870 bei Sedan:linken Kahnbeinshuss. Eingangs-Ausgangsöffnung

Die Schussrichtung verlief von der Rückenseite des Würfelbeinszum inneren Knöchel, wo 2 cm nach aussen und unten von ihm dieAusgangsöffnung sich vorfand. Stücke des Kahnbeins waren ab-gesplittert. Starke Schwellung und Eiterung traten auf, am 10. und27. Tage wurde je ein Knochenstück aus der Eingangsöffnung entfernt,worauf nach längerer fistulöser Eiterung bis zum 23. Dezember1870 die Wunden vernarbten.

3 * Monate.

t vom 3. Branden-.nterie - Regimentet am 10. Januaris: Verletzung desMittelfussknocbenstter.

Die Verletzung heilte zunächst in kurzer Zeit ohne nachtheiligeFolgen, so dass St. wieder Dienst thun konnte.

Die Narbe wurde im Jahre 1872 zeitweise sehr schmerzhaft, undbrach in den nächsten drei Jahren wiederholt auf, bis im Jahre 1876Lederstückchen herauseiterten und nun langsam endgiltige Heilungerfolgte. Gleichwohl konnte St. die vorgeschriebene Fussbekleidungnicht tragen und musste aus diesem Grunde am 31. Juli 1877 inva-lidisirt werden. Chronische Knochenhautentzündung des 1. Mittel-fussknochens. Narbe an der Rückenseite des Mittelfuss-Zehen-gelenks.

2. Hannoverschen- nent No. 77, ver-. August 1870 beiAtzung der rechtenn durch Gewehr-gsöffnung auf demusgangsöffnung an

Mit Verletzung der beiden Mittelfussknochen ging die Kugeldurch den dritten Zwischenknochenraum. Starke Schwellung undreichliche Eiterung, zahlreiche Eiterherde am Fuss und Unter-schenkel, welche ausgedehnte Einschnitte erforderten, brachten denFuss in Spitzfussstellung, welche erst nach mehreren Wochen durchGypsverband beseitigt werden konnte. Im 7. Monat war der Schuss-kanal noch durchgängig, mehrere brandige Knochensplitter stiessensich ab, bis endlich am 19. Juli 1871 W. mit vernarbten Wundenzum Badegebrauch nach Aachen geschickt werden konnte.

llV« Monate.

;

bene.

ler Fusssohle bahnte sich die Kugel, nachdem siese Eingangsöffnung verursacht hatte, ihren Wegiess daselbst mit Hinterlassung einer thalergrossenlen Fuss; das Fersenbein fühlte sich rauh an.mrde die Eiterung reichlich, übelriechend; 8 Tagetelfroste auf, andere pyämischeErscheinungen;n am 26. Februar zum Tode.statische Herde in den Lungen und der Leber,gross.

1 Ve Monate.

te.

ing vom inneren Knöchel nach aussen schräg zurerletzte scheinbar die Knochen nicht. K. starbL870 nach 3tägigem Starrkrampf,an zeigte sich, dass die Fusswurzelknochen an deresplittert waren. (Vergl. v.Beck, S. 336, No. 10.)

9 Tage.

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