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XL Kapitel: Verwundungen des Unterschenkels und des Fusses.
Band III. Spez. Theil.
Wenn auch die Nekrotisirung nicht immer eingetreten ist,Splitter vielmehr zuweilen mit oder ohne Verschiebungtheils an dem Schaft wieder einheilten, theils durch Kallus-massen untereinander verbunden, die Spalten gleichfallsdurch neues Knochengewebe ausgefüllt wurden, wie die imIV. Band dieses Berichtes S. 128 ff. beschriebenen Prä-parate XII. A. 17, 23, 24, 27, 29, 39, 41, 42, 45 darthun,so ist doch in weitaus den meisten Fällen eine grosse Zahlvon Splittern nekrotisch zu Grunde gegangen. So kamenbei keiner geringen Anzahl von Unterschenkelschussbrüchen20 Splitter zur Ausstossung, bei manchen sogar 40 und66 Stück (No. 111, 143, 205 der Krankengeschichten).
Viele Splitter waren von beträchtlicher Grösse. Dieumfangreichsten wurden bei den Schussbrüchen beiderKnochen beobachtet: 3, 5, 6 und 8 cm lang bei No. 103und 113, ein 8 cm langer und 2 cm dicker bei No. 127,ein 5 cm langer und daumendicker bei No. 115. LetztererBruch war trotz dieses ansehnlichen Substanzverlustes inder 8. Woche vereinigt. Nach Schussbrüchen des Schien-beins ist bei No. 192 ein würfelförmiges, haselnussgrossesStück, bei No. 154 ein 10 cm langer, festsitzender Splitterentfernt worden.
Besonders schwer wurde der Verlauf gestaltet durchdas Absterben der Bruchenden. Angaben hierüber findensich in den Krankengeschichten No. 100, 144, 242, 260;des Weiteren siehe genauere Befunde hierüber im IV. Bande
dieses Berichtes S. 127 ff. unter XII. A. 14, 18, 22, 24, 25,28, 31 und 32. Ungewöhnlich ausgedehnt war die Nekrosebei dem daselbst unter XII. A. 24 aufgeführten FranzosenW., bei welchem sie das ganze untere Drittel des Schien-beins betraf.
In Folge der Verschlechterung des Wundverlaufeswirkte das Absterben der Splitter meist auch nachtheiligauf die Heilungsdauer.
Die nachstehende Zusammenstellung von 315 Schuss-brüchen, über welche bezügliche Angaben vorliegen, er-giebt, dass von den Brüchen beider Knochen und denendes Schienbeins mehr als die Hälfte, 57 bezw. 53 £, einerBehandlungszeit von mehr als fünf Monaten bedurften undnur 12.8 bezw. 8.7^ innerhalb drei Monaten geheilt wurden.Auffallend ist hierbei, dass die Schienbeinschussbrüchebezüglich der frühesten Heilung ein weniger günstigesErgebniss aufweisen als die Brüche beider Knochen.
Verzögert wurde die Heilung mehrfach durch erneutenBruch in Folge Fallens bei den ersten Gehversuchen(No. 108, 151, 174, 183).
Wegen zögernder Heilung kam es dreimal zu operativenEingriffen. Bei einem Mann wurden in der 11. Woche dieBruchenden energisch aneinander gerieben, bei den beidenAnderen Akupunkturnadeln und, da einmal der Erfolg aus-blieb, ein Haarseil mit Erfolg in Anwendung gezogen(No. 107, 192 und 158).
Heilnngsdauer nach Schussbrüchen der Unter schenkelknochen.
6
Hei
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auf Hundert der
Gesammtzahl: —
Gebrochene
Knocke n.
Gesammt-zahl.
a
Cm
3
45 bis60
60 bis90
90 bis120
120 bis150
150 bis180
180 bis210
210bis240
240 bis270
270 bis300
300 bis330
330 bis360
J
Tage.
Tage.
Tage.
Tage.
Tage.
Tage.
Tage.
Tage. Tage.
Tage.
Tage.
1
2
3
4
5
6
7
8
9
10
11 12 13
14
1.
Schienbein und Wadenbein . .
170
l.i
IL.
11.7
12.3
lO.o
lO.o
ll.i
8.2
lO.o
4.7
3.5
2.
80
—
8.7
18.7
15.o
13.7
8.7
7.5
7.5
8.7
2.^
5.0
3.
65
9.2
20.0
15.3
18.4
13.8
7.7
4.6
4.6
1.5
—
Die Gebrauchsfähigkeit des verwundeten Beines bei Entlassenen — soweit Angaben darüber vorlieden nach Schussbruch der Unterschenkelknochen geheilt aus nachstehender Uebersicht.
Endergebniss bei 118 unter erhaltender Behandlung geheilten Schussbrüchen der Unterschenkelknochen.
Behindert
0
An-
Art
Ver-
Ver-
Steifheit
Hemmung
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Schwund
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Gelenks.
Gelenk.
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Gelenk.
Angabedes Grundes.
1
2
3
4
5
6
7 8
9
10
11
12
1.
59
Schienbein und Wadenbein . .
20
8
8
__ __
8
1
_
14
2.
50
11
7
1
5
2
4
2
—
18
3.
9
—
—
—
2
—
—
—
1
6