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VII. Kapitel: Verwundungen der grossen Gelenke.
Bandlll. Spez. Theil.
Uebersiclit über das Endergebnis» bei 109 unter zuwartender Behandlung geheilten Sehusswunden des Fussgelenks
bei Deutsehen 1870/71.
6
Arten der Verwundung.
Zustand des Gelenk
s:
steil
Beweglichkeit
Summe.
Laufende .N
imrechtenWinkel.
ohneAngabe
desWinkels.
mit
gesenkter
Fuss-
spitze.
mit mit
gehobenem gehobenem
inneren äusseren
Sohlenrande. Sohlenrande.
sehr massigbeschränkt.
frei.
1
2 3
4 5
6 7
8
9
1.
Verletzungen der Kapsel ohne Knochen-
2
2
4
2.
—
2 —
—
—
1
1
4
3.
1
5 3
— —
4 1
—
14
4.
—
1 1
— —
1
—
3
5
—
3 1
1
1
4
1
11
6.
verletzungen des Fersenbeins . . .
—
4 I
—
—
2 1
3
11
7.
Verletzungen der Fusswurzel undSehusswunden des Gelenks ohnenähere Angabe der getroffenen Theile
1
21 4
10
3
20 1
2
62
Summe ....
2
36 , 10
11 3
20 9
9
109
38
24
38
8.2 J
62 = 56.s S
= 35J
Schrumpfung der verletzten Achillessehne (No. 41, 56),durch Narben- und Muskelspan nung nach einein Sckuss,dessen Ausgangsöffnung auf der Fusssohle lag (No. 79),durch Spannung der Sehnen in der Fusssohle (No. 145)und nach einem Schuss durch die Fusswurzel durch Ver-krümmung derselben (No. 92). Bei den Uebrigen stand dieArt der Verletzung in keiner Beziehung zur niedergezogenenFussspitze (No. 24, 33, 93, 96); bei den beiden zuletzt an-geführten Verwundeten (No. 93 und 96) ist vielleicht dieMöglichkeit nicht auszuschliessen, dass sie nur durchSchmerzen veranlasst wurden, die Ferse zu schonen. DerAbstand der Ferse vom Boden beim Stehen betrug bei E.(No. 33) 4 cm; K. (No. 55) konnte nur vermittels eines sehrhohen Absatzes sich auf den ganzen Fuss stützen. Ver-kürzungen der Achillessehne scheinen bei W. (No. 21) undV. (No. 83), dessen Gelenk übrigens frei beweglich war,keine dauernde Beugestellung des Fusses bewirkt zu haben.
Die dem Spitzfuss entgegengesetzte Stellung. Beugungnach oben, kam bei K. (No. 25) in Folge eines Schussesquer durch den vorderen Abschnitt des Gelenks zu Stande;das Gelenk war etwas beweglich.
Klumpfussstellung nahm das steife Gelenk nachHeilung von Fusswurzelbrüchen 11 mal ein. An der innerenSeite verliefen die Schusskanäle bei H. (No. 64), der durchein neben der Achillessehne eintretendes Geschoss Bruchdes Sprung- und 1. Keilbeins erlitten, und bei B. (No. 118),
an dessen Fuss die Kugel oberhalb der Ferse ein-, und aminneren Knöchel ausgetreten war. Bei Anderen befand sicheine Schussöflhung am inneren Knöchel, die Schusskanäleverliefen quer oder schräg durch den Fuss (No. 87, 95,97, 128). Ferner haben No. 108, 112, 148, 149 und 159Klumpfüsse behalten.
Mit Flattfuss sind No. 110, 160 und 119 geheiltworden. Der letztere hatte einen Schuss in die Gegendoberhalb des äusseren Knöchels erhalten.
Mehr oder weniger beschränkt blieb die Beweglichkeitbei 38 Verwundeten (35$).
Frei, gut oder ziemlich gut beweglich waren 9 Ge-lenke (8.2 $), nach Kapselquetschungen (No. 2 und 3), nachKnöchclstreifung (No. 15), nach Verletzung des Fersenbeins(No. 74, 76, 83) und nach Schüssen in die Fusswurzel(No. 98, 101). In Folge Fersen- und Sprungbeinbrucheswar das Gelenk des W. (No. Gl) anfangs steif, nach Ver-lauf von 2 Jahren aber vollkommen frei, so dass nurNarbenverwachsungen unbedeutende Störungen verursachten.
Die Zehen standen durch Spannung der Sohlenmuskeln.welche zugleich den Spitzfuss bedingte, in Beugung (No. 145).einzelne Zehen waren bei No. 26, sämmtliche bei No. 87,105 und 163 steif, die grosse Zehe allein bei No. 77.
Sehr häufig (25 mal) war der Umfang des Gelenksdurch Verdickung der Kapsel, meist aber durch Knochen-auftreibung vergrössert. Narben Verwachsungen mit