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3. Chirurgischer Theil A (1888) Die Verwundungen durch Kriegswaffen bei den Deutschen Heeren im Kriege gegen Frankreich 1870/71 : Spezieller Theil: Verwundungen der einzelnen Körpergegenden ; zweite Abtheilung: Verwundungen der Gliedmaassen
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Band III. Spez. Theil.

VI. Abschnitt: Verletzungen des Kniegelenks.

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iu da.s rechte Knie. F. kam am 23. August in das Reserve-lazareth zu Düren, wo sich bald starke Jauchung, Anschwellungdes Ober- und Unterschenkels und Brand einstellte. Tod am29. August.

304. F. N., Gefreiter vom Anhaltischen Infanterie-RegimentNo. 93, verwundet am 30. August 1870: Gewehrschuss in daslinke Kniegelenk. Starb im Reservelazareth zu Sondershausenam 3. November.

305. II. B., Musketier vom Holsteinschen Infanterie-Regiment No. 85, verwundet am 16. August 1870 bei Marsla Tour: Gewehrschuss in das linke Knie. Starb im Feldlazarethzu Malmaison im September nach einer Ueberführung in Folgevon Blutung und starker Eiterung.

306. G. B., Füsilier vom 4. Magdeburgischen Infanterie-Regiment No. 67, verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte:Gewehrschuss in das rechte Kniegelenk. Sehr starke Ent-zündung; am 4. September Jauche und Luft aus dem Gelenkentleert. 16. September: mehrere Eiteransammlungen durchEinschnitt entleert und Drainage. 29. September: reichlicheEiterung und stetig zunehmender Verfall der Kräfte. 9. Oktober:Tod in Folge von Erschöpfung.

307. B., Grenadier vom 3. Ostpreussischen Grenadier-Regiment No. 4, verwundet am 14. August 1870 bei Courcelles-Chaussy: Gewehrschuss durch das linke Knie. Gelenkeröffnungzweifelhaft. In gestreckter Haltung des Beines wurde ein Gyps-verband angelegt. Starb am 26. August an Kieferklemme.

308. A. T., Grenadier vom Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiment No. 1, verwundet am 18. August 1870bei Gravelotte: Gewehrschuss durch das rechte Knie. Am7. September im Feldlazareth zu Corny sehr starke Anschwellungdes ganzen Unterschenkels, Einschnitte, Lagerung auf doppeltgeneigter schiefer Ebene; stetiges Fieber, reichliche Eiterung.9. September: Gelbsucht, Kräfteverfall. 11. September: Tod.

309. I. Z., Musketier vom 7. Ostpreussischen Infanterie-Regiment No. 44, verwundet am 19. Januar 1871 bei St. Quentin:Schussbruch im oberen Drittel des linken Oberschenkels undGewehrschau durch das linke Knie. Im Feldlazareth zu Poeuillyfeststellender Verband, starke Anschwellung. 26. Januar: starkeEliterung, Schüttelfrost, Lagerung in Drahthose; Ausspülungmit übermangansaurem Kali. 2. Februar: Tod in Folge vonErschöpfung.

310. G. Seh., Gefreiter vom Garde-Schützen-Bataillon,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussdurch das rechte Kniegelenk. Am 22. August im Reservelazarethzu Kreuznach. Im Verlauf der Behandlung sehr starke Eiterung,Bildung von Eiterherden am Oberschenkel, rascher Kräfteverfall.26. September: Tod.

311. G. Seh., Jäger vom Rheinischen Jäger-Bataillon No. 8,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussdurch das rechte Kniegelenk, quer durchgehend. 23. Augustim Feldlazareth zu Noveant: Gypsverband; starke Eiterung,Karbolsäureverband. 27. August: Drahthose. 2. September:Lagerung in Strohladen, die Eiterung wird besser. 24. Sep-tember: Schüttelfrost, hohes Fieber, übelriechende Eiterung,Anschwellung des Unterschenkels. 3. Oktober: Brand am Unter-schenkel. 13. Oktober: Tod.

312. R,, Grenadier, behandelt im Reservelazareth zuLübeck: Gewehrschuss durch das rechte Kniegelenk. Im Oktober1870 Eiterentleerung durch zahlreiche Einschnitte. Im NovemberDruckbrand. Im Dezember Durchfall und starker Kräfteverfall.4. Januar 1871: Tod an l'yämie.

313. J. P., Tambour vom 2. Garde-Regiment z. F., ver-wundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschussdurch das linke Kniegelenk und Streifschuss am Rücken. StarkeAnschwellung und Eiterung, Behandlung in Gypsverband.1. September: Durchfälle, Kräfteverfall. 6. September: sehrreichliche Jauchung. 9. September: Tod.

314. B. M., Gefreiter vom Schleswig-Holsteinschen Füsilier-Regiment No. 86, verwundet am 30. August 1870 beiBeaumont:Gewehrschuss in das rechte Kniegelenk. Im Feldlazareth zuBeaumont Lagerung in Drahthose, hohes Fieber, starke Eiterung;Gegenöffnungen zur Bewirkung guten Eiterabflusses angelegt.21. September: Tod.

315. A. K., Füsilier vom Leib - Grenadier - Regiment(l. Brandenburgisches) No. 8, verwundet am 16. August 1870bei Mars la Tour: Gewehrschuss durch die innere Seite desrechten Kniegelenks, 5 cm lang, 3 cm tief. Im Lazareth zuGorze starke Jauchung, Eitersenkungen, hohes Fieber, Kräfte-verfall. 16. September: Tod an Pyämie.

316. A. IL, Musketier vom 5. Ostpreussischen Infanterie-Regiment No. 41: Gewehrschuss durch das linke Knie. IL starbnach grosser Entkräftung an Pyämie.

317. V. v. F., Hauptmann, verwundet am 9. Oktober 1870bei Orleans: Gewehrschuss durch das linke Kniegelenk, vonder Innenseite dicht unterhalb des Gelenks zur hinteren Seite desOberschenkels verlaufend. 21. Oktober: bei Karbolsäureverbandgute Eiterung. 5. November: Die Eiterung ist stark, es bestehthohes Fieber; durch Einschnitt werden mehrere kleine Knochen-splitter entfernt. 19. November: Schüttelfröste, Durchfälle, Er-brechen. 1. Dezember: Tod in Folge von zunehmender Jauchungund Erschöpfung.

318. P. E., Kürassier vom Rheinischen Kürassier-RegimentNo. 8: Gewehrschuss durch das linke Kniegelenk. Im Feld-lazareth zu Amiens bestand starke Jauchung, hohes Fieber,Durchfälle; mehrmals wurden Eiterherde eröffnet. 10. Februar1871: Tod an Septicämie.

319. G. D., Musketier vom 6. Thüringischen Infanterie-Regiment No. 95, verwundet am 16. Dezember 1870 bei Etampes:Gewehrschuss durch das linke Kniegelenk mit weiter Eröffnungder Kapsel. Am 23. Dezember Tod an Pyämie.

320. W. B., Grenadier vom 2. Garde - Regiment z. F.,verwundet am 18. August 1870 bei Gravelotte: Gewehrschüssedurch das rechte Kniegelenk und die linke Hand. Verlauf beiEisbehandlung anfangs günstig. 6. September: Ruhr. 16. Sep-tember: Jauchung der Wunden. 18. September: Tod.

321. P. E., Grenadier vom 3. Garde-Grenadier-RegimentKönigin Elisabeth, verwundet am 18. August 1870 bei Grave-lotte: Gewehrschuss durch das rechte Kniegelenk. Im Feld-lazareth Ste. Marie aux chenes bei Anwendung von Gypsverbandund Lister'schem Verbände zuerst guter Verlauf. 28. August:in Drahthose gelagert, Karbolsäureverband. 15. September: DieSchussöffnungen sind in Heilung begriffen; unter starkemFieber haben sich Eiterherde am Ober- und Unterschenkelgebildet, aus welchen durch Einschnitte grosse Eitermengenentleert werden. 29. September: Schüttelfrost. 4. Oktober:Diphtherie der Rachenschleimhaut. 11. Oktober: Tod.

322. J. B., Musketier vom 7. Westfälischen Infanterie-Regiment No. 56, verwundet am 16. August 1870 bei Marsla Tour: Gewehrschüsse durch das linke Kniegelenk und durchden linken Vorderarm. Die Eiterung war stark; mehrere Eiter-herde mussten eröffnet werden. Am 3. September wurde Ver-dichtung der Lungenspitzen, Husten und Nachtschweisse nach-