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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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570 Drittes Buch. Drittes Capitel.

hatte, wurde ihm auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof, aufdem seine Frau und sein Sohn, wie Böckh und Hegel be-graben waren, die letzte Ruhestätte bereitet.

Als zehn Jahre zuvor bei seinem Jubiläum von Einzelnenund aus ganzen Kreisen, welche seine Fürsorge empfundenhatten, reiche Ehrenkränze dem treuen Pfleger der geistigenKräfte Preussens gespendet waren, hatte Trendelenburg inder Zuschrift der Berliner Akademie besonders den Zug inSchnlzes Wesen hervorgehoben, welcher ihnfrüh und fürimmer an die idealen Güter und das edelste und eigenthümlichsteLeben Deutschlands knüpfte". Er erinnerte daran, wie Schulzein seiner Jugend sich dem die Nation verjüngenden Geisthingegeben, wie er stets in der Idee den Mittelpunkt seinesDenkens und Schaffens gefunden, wie er in diesem Sinne inWinckelmann und Hegel sich eingelebt habe.So weihtenSie", fuhr Trendelenburg fort,mit der Anschauung desSchönen und der Ergründung des Wahren den Beruf, in demSie nun schon mehr als vierzig Jahre, auf die Höhen desStaats gestellt, für die wissenschaftliche Kraft der Nation un-ermüdlich wirken. Es fügt sich der Stein durch den Meisseldes Künstlers leichter zum Ausdruck der Idee, als der Stoffder Menschenwelt, bald geschmeidig und gemein, bald wider-spenstig und roh, die höhere Idee annimmt und edel dar-stellt, und an diesem Stoff zu bilden, war Ihre grosse und

läge dieser letzteren Nummer brachte auch einen Nekrolog auf ihn.Unter den Nachrufen, die in anderen Zeitungen (so im Staatsanzeigervom 6. März) erschienen, ist weitaus der bedeutendste der von RudolfKöpke in der Spenerschen Zeitung vom 6. und 7. März, der dann inder Zeitschrift für preussische Geschichte VI, 355 ff., in der Zeitschriftfür GymnasialwesenXXI[I,245ff. und in Köpkes Kleinen Schriften S. 802ff.wieder abgedruckt wurde. Schon oben, S. 398 und 491, sind die Ge-dächtnissreden erwähnt, die in Pforta und im Joachimsthalschen Gym-nasium Koberstein und Kiessling hielten; letzterer sprach über Schulzeauch in der Sitzung der Berliner Gymnasiallehrergesellschaft vomH. April 1869,