Drittes Capitel.Otium cum dignitate 1859—1869.
Als Schulze seine Aemter im Unterrichtsministeriumniederlegte, schied er damit doch nicht völlig aus dem Staats-dienst aus. Er behielt zunächst die Stellung noch bei, dieer in zwei für die Bildung der Officiere wichtigen Behördeneinnahm. 1826 war er zum Mitglied der Militär-Studien-Commission, fünf Jahre darauf auch in die Direction der all-gemeinen Kriegsschule, der späteren Kriegsakademie berufen.Er betrachtete es als eine für ihn hocherfreuliche Fügung,dass sein Lebensgang ihn in mannigfache Beziehungen zuhervorragenden Vertretern des preussischen Heeres brachte:wie schon früher zu Gneisenau und Clausewitz, zu Müfflingund ßühle von Lilienstern, so später zu Radowitz und Höpfner,und nicht geringen Werth legte er selbst auf seine Thätig-keit in den Behörden des Militär-Bildungswesens, in welchener mit mehreren von ihnen zusaminenwh'kte. Zu ihrem Mit-glied war er auf Müfflings und Rühles von Lilienstern Vor-schlag erwählt; voll erkannte er das lebhafte wissenschaft-liche Interesse an, dem er bei ihnen und anderen ihrerStandesgenossen begegnete; zugleich aber wurde er nachseiner eigenen Aussage durch „die wohlbegründeten Klagen,welche er aus dem Kreis solcher die Bedürfnisse des preussi-schen Staats und seiner Armee von höherem Standpunktwürdigenden Männer" über die mangelhafte Vorbildungvieler Officiere vernahm, in seiner Ansicht von der Not-wendigkeit durchgreifender Reformen auf diesem Gebietebestärkt. Schon bald nachdem er in die Militärstudiencom-mission eingetreten war, entwickelte er in einem ausführ-