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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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Einleitung.

Vor einem halben Jahrhundert beklagte Ranke,dasses Yon der gesamniten Ausbildung Preussens und Oesterreichs,seit sie ihre grosse europäische Rolle spielen, so gar wenigeausreichende Darstellungen" gebe.Ich will," schrieb erdamals,nicht von dem Geheimnisse der Cabinette reden;aber wer hat uns nur über die Absichten, Massregeln undErfolge ihrer Verwaltung, den Fortgang der Cultur, der innerenInstitutionen Aufklärung ertheilt? Ist es nicht zwar bei derArt und Weise unserer Gelehrsamkeit wohl natürlich, aberdoch im Grunde sonderbar, dass während sich in unseremVaterland die ausgezeichnetsten Gelehrten mit so ruhm-würdiger Anstrengung bemüht haben, das Innere der ältestenrömischen Republik aufzuschliessen, die Staatshaushaltungder Athener bis in das Kleinste zu erörtern, die Institutionendes Mittelalters zu durchdringen, Wesen und Natur der ent-ferntesten Völker und Länder zu vergegenwärtigen, ist esnicht besonders, dass man indessen über den Fortgangder eigenen inneren Gesetzgebung nicht hinreichend unter-richtet ist?"

Gewiss sehr bedeutsam, fruchtbar für unsere politischeund wissenschaftliche Entwickelung sind die vielfachen Auf-klärungen, die seitdem, in erster Linie freilich über die aus-wärtige*), aber auch über die innere preussische Geschichte

*) Es ist charakteristisch, dass die angeführten Rankeschen Sätzesich in der Einleitung eines Aufsatzes finden, der nicht etwa über einStück preussischer Verwaltungsgeschichte, sondern über die Werth-losigkeit einer Quelle uns aufklärt, welche diePolitik und Geheim-nisse der Cabinette" enthüllen will, in den zuerst in der Historisch-politischen Zeitschrift II, 52 ff., dann im 45. Bd. der S. W. S. 260 ff. ab-gedruckten Bemerkungen über die Memoires d'un homme d'ötat.

Varreiitrapp, Joh. Schulze. 1