Erstes Capitel.Familie und Schule.
Johannes Schulzes Lebensarbeit bildet ein Stück derLeistungen des preussischen Beamtentums aus der ZeitFriedrich "Wilhelms III., das nach Schmollers treffendemWort alle Elemente der neuen literarischen und politischenBildung mit dem Eifer und der Pflichttreue der Beamtenaus der Schule Friedrich Wilhelms I. vereinigte. Es istbekannt, was für die Erhebung des preussischen Staats undder deutschen Nation die damals vollbrachte Verbindungpreussischer Traditionen mit modernem deutschem Geistes-leben bedeutet, wie hierfür im preussischen Staat ausserhalbPreussens geborene Deutsche im Verein mit altpreussischenGenossen gewirkt haben. Auch Johannes Schulze gehört zuden vielen hervorragenden preussischen Beamten und BerlinerGeheimen ßäthen, deren Wiege nicht auf preussischem Bodengestanden hat; er war 30 Jahre alt, als seine Kraft dempreussischen Staate gewonnen wurde. Kurz zuvor hatte Nie-buhr geschrieben: „Preussen ist kein abgeschlossenes Land:es ist das gemeinsame Vaterland eines jeden Deutschen, dersich in Wissenschaften, in den Waffen, in der Verwaltung aus-zeichnet. Eben dadurch hat Preussen ein so frisches Lebenin seiner Nation erhalten, dass die verschiedenen Völkerschaften,deren Gesammtuame Preussen ist, von so grosser Eigenthüm-lichkeit sind, und dass der Staat immer froh gewesen ist,sich mit den Blüthen Deutschlands zu schmücken". DenStaat seiner Wahl mit den Blüthen Deutschlands zu schmücken,nach dem Rath, welchen der auch von ihm hochverehrteFreund Niebuhrs, welchen Gneisenau ertheilt hatte, „andie preussischen Universitäten die eminentesten deutschen