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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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560
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560 Drittes Buch. Drittes Capitel.

Dankbar wurden auch in diesen Behörden seine fleissigenBemühungen anerkannt; natürlich aber waren durch sie seineZeit und Kraft nicht entfernt in gleicher Weise in Anspruchgenommen wie durch seine Thätigkeit im Unterrichtsministe-rium. Nachdem er diese aufgegeben und sich dadurch Müsseverschafft hatte, drängte sich ihm die Erwägung auf ; ob ernun in eine Stellung eintreten solle, auf die er früher gerademit Rücksicht auf die ihm obliegende Arbeitslast verzichtethatte. 1834 hatte ihn die historisch-philologische Klasse derAkademie der Wissenschaften zu ihrem Mitglied gewählt; eraber hatbe sofort erklärt, er könne diese Wahl nicht an-nehmen, da er eine gewissenhafte Erfüllung aller seiner amt-lichen Pflichten mit den Anforderungen nicht zu vereinenvermöge, welche er als ordentliches Mitglied der Akademiean sich selbst machen müsse. Die Klasse ehrte die Beweg-gründe, welche ihn zu seiner Ablehnung bestimmten, underklärte ihm daher, sie wolle zunächst der Wahl keine weitereFolge geben, beschloss diese aber in Gültigkeit bestehen zulassen, damit sie an die Gesammtakademie gebracht werdenkönnte, sobald Schulze sich bewogen finden sollte, den Wün-schen der Klasse nachzugeben. Nachdem er aus dem Mini-sterium geschieden, legte er sich nun die Frage vor, ob erjetzt etwa den ihm vorbehaltenen Eintritt in die Akademieals ordentliches Mitglied veranlassen sollte; aber er konntesich dazu auch jetzt nicht entschliessen, weil er glaubte denAnforderungen, die er an Inhalt und Form der in der Aka-demie zu haltenden Vorträge und an productive gelehrte Thätig-keit der Akademiker stellte, nicht genügen zu können. Erbeschränkte sich darauf das Recht zu benutzen, das er durchseine 1854 erfolgte Ernennung zum Ehrenmitglied der Aka-demie erlangt hatte, alle ihre Sitzungen zu besuchen; wieihnen widmtte er auch weiter den literarischen Unterneh-mungen der Akademie*) lebhaftes Interesse; aber eine äussere

*) Unter diesen hatte Schulze persönlich sich besonders für dieAusgabe der Werke Friedrichs des Grossen bemüht; er hatte dazu mit-gewirkt, dass schon Friedrich Wilhelm III. eine neue Edition zunächstder historischen Werke genehmigte und die Bewilligung der für sie