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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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552
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552 Drittes Buch. Zweites Capitel.

Auch für ein wichtiges wissenschaftliches Institut, fürdie Berliner Königliche Bibliothek hat Schulze in diesenJahren sich mit Eifer und nicht ohne Erfolg bemüht. Alsden grössten Gewinn für sie betrachtete auch er, dass 1850nach langen Verhandlungen die grossen Sammlungen Meuse-bachs angekauft wurden. Aus der eingehenden Darstellung,welche neuerdings Wendeler*) über die Geschichte dieserhoch bedeutsamen Erwerbung veröffentlicht hat, ist zu ersehen,wie schon bald nach dem Tode seines alten Coblenzer FreundesSchulze diese Angelegenheit seinem Chef, damals noch Eich-horn, ans Herz gelegt und sie dann weiter unablässig be-trieben hat, bis endlich in den letzten Tagen der VerwaltungLadenbergs der Abschluss des Vertrags zwischen dem Staatund Frau von Meusebach erzielt wurde. Grosse Schwierig-keiten waren dadurch veranlasst, dass das Finanzministeriumsich in den bewegten Jahren 1848 50 doppelt vorsichtigbei der Bewilligung von Mitteln für solche Zwecke zeigte;Schulze beklagte gerade nach dem glücklich vollzogenen An-kauf der Meusebachschen Sammlung um so mehr, dass ausähnlichen Gründen die von ihm dringend befürwortete An-stellung einer hinreichenden Zahl von Custoden nicht durch-zusetzen war. Er war auch nicht einverstanden mit mauchenMassnahmen von Pertz, der durch Eichhorn an die Spitzeder Bibliothek gestellt war; besonders aber bekümmerte ihn,dassdas nächste und dringendste Bedürfniss für sie" nichtDefriedigt,ein neues ihrer grossartigen Bestimmung in allenBeziehungen entsprechendes monumentales Gebäude, wie esschon von Schinkel entworfen war", nicht ausgeführt wurde.Hierunter litt auch das kartographische Institut, für dessenBegründung Schulze sich ebenfalls lebhaft interessirt hatte.' Auch hier handelte es sich darum, die werthvolle Sammlungein.es alten Coblenzer Freundes von ihm allgemein nutzbarzu machen. Wilhelm von Scharnhorst hatte durch lang-jährige einsichtige Bemühungen während seines vielbewegten

sieh bitter über das Ministerium, aber dankbar für Schulzesimmer zuwohlthätiger Hülfe geneigten Willen" aussprach, ist bei Dove a. a. 0.II, 342 ff. zu lesen.

*) Im Centralblatt für Bibliothekswesen I, 213 ff.