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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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551
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Raumers und Scli.'s Zusammenarbeiten. 551

wenn sie sich als Gelehrte und als Lehrer bewährt haben,durch ausserordentliche Bewilligung zu Hülfe kommen. BeiErledigung vou ordentlichen Professuren muss der Tüchtigstein ganz Deutschland ausgewählt und kein Aufwand, um ihnzu gewinnen, geschont werden. Mitleidige Rücksichten gegendiesen oder jenen ausserordentlichen vieljährigen Professordürfen nicht stattfinden, wenn die Mittelmässigkeit nicht andie Stelle der Trefflichkeit treten und den Ruin der Univer-sitäten herbeiführen soll". Er war erfreut, dass Raumer dieseAnschauungen theilte; während seiner Verwaltung sind dem-gemäss uur zwei Privatdocenten der Berliner philosophischenFacultät, Albrecht Weber und Rudolf Köpke zu ausserordent-lichen Professoren ernannt, dagegen manche hervorragendeGelehrte von ausserpreussisehen Universitäten auf erledigteordentliche Lehrstühle der preussischen Hochschulen berufen*).

*) Sehr begreiflicher Weise sind die Verdienste, die Räumer sichum die Universitäten erworben hat, weniger beachtet als der Schade,der auch ihnen durch seine kirchlich reactionäre Richtung zugefügt ist;ungünstig hat wohl auf seine Beurtheilung auch sein schlechtes Ver-hältniss zu Alexander von Humboldt eingewirkt, auf das Dove (Hum-boldt II, 323 ff. 349) hingewiesen und das auch Schulze ausdrücklichhervorgehoben hat. Dagegen wirkten dieser und Humboldt in bestemEinvernehmen fortdauernd zusammen zu Gunsten der Wissenschaft,ihrer Anstalten und Vertreter; ihren vereinten Bemühungen ist es inder Zeit des Ministeriums Ladenberg gelungen, eine der Pflege derMathematik in Preussen drohende Gefahr abzuwenden. Für diese warvon grosser Bedeutung, dass Jacobi ein dauernder Aufenthalt in Berlindurch einen vom König gewährten Zuschuss zu seiner Besoldung er-möglicht war; dieser sollte ihm wegen seiner Betheiligung an denBewegungen von 1848 entzogen werden, und darauf beeilte sich, wieSchulze erzählt,der österreichische Gesandte von Prokesch-Osten,dessen äusserst feindselige Gesinnung gegen Preussen mir durch einenseiner Vertrauten bekannt geworden war, zu bewirken, dass Jacobimit einem Gehalt von 5000 Gulden als ordentliches Mitglied an tdieAkademie der Wissenschaften nach Wien berufen ward"; nur durchHumboldts und Schulzes eindringliche Vorstellungen wurde durch-gesetzt, dass nicht nur der Zuschuss weiter Jacobi zugesichert, sondernauch der auf ihn bezüglichen Cabinetsordre nach mehrfacher Umgestal-tung endlich eine Form gegeben wurde, auf die hin er den Ruf nachOesterreich ablehnte und Preussen erhalten blieb. Wie Humboldt beiseinen Bemühungen für den unglücklichen Mathematiker Eisenstein