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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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526
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526 Drittes Buch. Erstes Capitel.

Ordnungen überrepetitorisch-conversatorische" Uebungen fürschädlich; Ritschi spottete über sie; Dahlmann wies nach-drücklich auf den politisch bedenklichen Charakter dieserund anderer Massregeln des Ministers hin*). Besondere Miss-stimmung rief unter den classischen Philologen ein Artikelder vom Ministerium unterstützten Literarischen Zeitung her-vor, der sich gegen den unchristlichen Geist der Gymnasien,gegen die auf ihnen gepflegteallgemeine Bildung", gegenihre Erziehung vonlauter Menschen aussprach, in denennichts als Bildung, kaum eine Spur noch von Gesinnung,Charakter, Thatkraft" zu finden sei. In scharfen Wortengeisselte Thiersch diese von Eilers ausdrücklich gebilligtenAuslassungen; Lobeck und Ritschi hielten sich verpflichtetbei festlicher Gelegenheit den Angriffen der frommen Dunkel-männer gegen die classischen Studien entgegenzutreten**).

Schmerzlich berührten Schulze alle diese Vorgänge unddas Verfahren gegen manche ihm besonders nahe stehendeProfessoren und Beamten, so u. A. auch gegen. Rehfues inBonn, den er unter allen Regierungsbevollmächtigten an denHochschulen am meisten schätzte und der sich nun 1842 zurAufgabe seines Amts gezwungen sah; in persönliche Differenzenmit seinem Vorgesetzten' verwickelte ihn dessen Haltunggegenüber der periodischen Literatur. Als Eichhorn, so be-richtet Schulze selbst,von seinem Standpunkt aus auf diebisherige freie Wirksamkeit der Redaction der Jahrbücherfür wissenschaftliche Kritik, einen leitenden Einfluss aus-zuüben versuchte, traten diejenigen, welche sich einem solchenAnsinnen nicht fügen konnten und wollten und zu welchenauch ich gehörte, von der Redaction zurück und musstenleider nur zu bald die wehmüthige Erfahrung machen, dass

*) S. Trendelenburgs Aeusserungen in den Philosophischen Monats-heften VIII, 389, die Bitschis bei Ribbeck II, 144 f. und die Dahlmannsbei Springer II, 131 ff.

**) Vgl. Paulsen, Gesch. des gelehrten Unterrichts S. 682 ff. undausser der von ihm angeführten Literatur Ribbeck, Ritschi II, 139ff. unddie in Friedländers Mittheilungen aus Lobecks Briefwechsel S. 125 ff.veröffentlichte interessante Correspondenz zwischen diesem "und Eich-horn aus d. J. 1843.