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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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Erhöhung des Etats der Berliner Universität gefordert. 511

demgemäss müsse von ihm die gesammte deutsche wissen-schaftliehe Bildung nach ihrem jedesmaligen höchsten Stand-punkt als eine wesentliche Staatsmacht anerkannt und inseinen Universitäten und namentlich in der seiner Hauptstadtdargestellt werden. Aufs neue wies Schulze darauf hin,dass die grossartige Entwicklung der Wissenschaft in denletzten Jahrzehnten eine Vermehrung ihrer Professoren zurNothwendigkeit gemacht habe; wirklich sei seit 1818 ihreZahl fast verdoppelt; dagegen sei die Summe ihrer Besol-dungen, die 1818 48 500 Thaler betrug, seitdem nur um17 790 Thaler gewachsen, nur auf 66 290 Thaler gestiegen.Sie stehe demnach in keinem richtigen Verhältniss mehr zuder Zahl der Professoren, zu den bei Gründung der Universitätfür Ordinarien und Extraordinarien in Aussicht genommenenBesoldungen, zu dem Alter und den ausgezeichneten Leistungeneinzelner von ihnen und zu den Besoldungen der Professorendes Auslands; die Unzuträglichkeit eines solchen Zustands seiauch durch die eingezogenen Gutachten der Berliner akade-mischen Behörden bewiesen, die 75 Professoren und 2 Lectoren,eine grössere Zahl als die der 1818, aber eine geringereals der jetzt an der Hochschule wirkenden Lehrer und dochfür sie eine weit höhere Summe von Besoldungen als diejetzt gezahlte für erforderlich erklärt hätten. Nach ein-gehender Erörterung aller in Betracht kommenden Verhält-nisse und unter nochmaliger Betonung der hohen Bedeutungder Berliner Universität für Staat und Wissenschaft kamdann Schulze zu dem Schlussantrag, die Gesammtdotationfür sie um jährlich 30 000 Thaler zu erhöhen.

Sein Bericht war ohne nähere Instruction des Ministersentworfen; wohl aber durfte er nach dessen ihm bekanntenAnschauungen versichert sein, dass Altenstein mit seinenAusführungen in allem Wesentlichen einverstanden sei. Undwirklich hat auch ausdrücklich dieser seine Uebereinstim-mung mit dem Berichte ausgesprochen, der mit Klarheitund Wärme noch einmal die leitenden Grundsätze seinerVerwaltung hervorhob; ihn zu vollziehen und dem Königzu überreichen aber war ihm nicht mehr beschieden. AlsSchönlein bald nach seinem Eintreffen in Berlin im Frühjahr