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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
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512 Zweites Buch. Drittes Capitel.

1840 von dem Minister, der ihn berufen hatte, wegen seinespersönlichen Befindens um Rath gefragt wurde, erkannte ersofort die ihm drohende Gefahr; schon bald darauf ist am14. Mai 1840 Altenstein gestorben. Der Bericht, den ernicht mehr hatte vollziehen können, wurde nun, da an seineEinlieferung das Ministerium mehrfach gemahnt war, von.Ladenberg, der dessen Geschäfte zunächst zu leiten hatte,am 6. Juni dem König übersandt; schon aber lag auch erauf dem Sterbebett; am folgenden Tage, am 7. Juni ist erentschlafen.

Er hatte manche Wünsche Altensteins unerfüllt gelassen,ja mehr als einmal ihm schwere Hemmnisse bereitet, weiles ihm an tieferem Verständniss für das innere Leben derWissenschaft und ihrer Lebrer und Zöglinge fehlte. Abervon seiner Pflicht sie zu fördern überzeugt, war er ebendesshalb in seiner gewissenhaften und bescheidenen Art inden meisten Fällen dem sachkundigen Rathe des Ministersgefolgt, der mit weitem und freiem Blick eine grosse seinemMonarchen sympathische Vorsicht verband; so war unterihrem Regiment für die preussischen Bildungsanstalten unddurch sie für die Entwicklung des preussischen Staats undder deutschen Nation Bedeutendes geleistet. Durch seineeifrigen und erfolgreichen Bemühungen für die Pflege wissen-schaftlicher Bildung erhöhte das Ministerium Altenstein dieKräfte und das Ansehen des Staats und wirkte so mit zurVorbereitung auch der politischen Erhebung Deutschlands, zuder andre Voraussetzungen gleichzeitig durch die Gründungdes Zollvereins, durch die Erstarkung der wirthschaftlichenKräfte des Volkes geschaffen wurden. Ihr diente auch dieSparsamkeit der preussischen Verwaltung in der Zeit FriedrichWilhelms III.; wenn durch sie mehrfach die damaligen Leiterder preussischen Schulen gehemmt wurden, so sind grössereMittel auch für deren weitere Vervollkommnung in künftigerZeit beschafft. Allerdings aber waren mit dem Erwacheneines regeren wirthschaftlichen und politischen Lebens mancheneue Schwierigkeiten für die wissenschaftliche Arbeit unddie harmonische Bildung der Individuen verbunden; schonin dem letzten Jahrzehnt Friedrich Wilhelms III. und Alten-