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Johannes Schulze und das höhere preussische Unterrichtswesen in seiner Zeit
Entstehung
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510 Zweites Buch. Drittes Capitel.

dieser Cabinetsordre wurden vom Ministerium zunächst dieStellvertreter des Regierungsbevollmächtigten an der BerlinerUniversität beauftragt Vorschläge zu einem solchen Normal-etat zu machen; falls aber bei näherer Prüfung sich ergebedass mittelst der jetzigen etatsmässigen Fonds sich der Zwecknicht erreichen lasse, die Vollständigkeit des Unterrichtsund eine standesmässige äussere Existenz der Professoren zusichern, so sollten sie zugleich einen mit Rücksicht hieraufausgearbeiteten zweiten Normalbesoldungsetat einreichen; siesollten auch von den Pacultäten Gutachten darüber einziehen,eine wie grosse Zahl ordentlicher und ausserordentlicher Pro-fessoren sie bei dem gegenwärtigen Standpunkt der Wissen-schaft zur Erhaltung der ausgezeichneten Stellung der Ber-liner Hochschule für erforderlich hielten. Dass Altensteindiesen Gesichtspunkt in seiner Antwort an den König be-sonders betonen wollte, zeigte er auch durch die Rand-bemerkung, die er den im Mai 1839 eingegangenen Berichtender Berliner Universitätsbehörden hinzufügte; es komme, er-klärte er hier,darauf an zu ermitteln, was erforderlich ist,wenn Berlin als Weltuniversität, nicht bloss Universität despreussischen Staats, was deutsche Wissenschaft und Bildungvermag und gewährt, in der Art leisten soll, dass Preussendadurch seine Verpflichtung die deutsche Wissenschaft zufördern erfüllt und das Gewicht geltend macht, welches das-selbe bisher in Beziehung auf Intelligenz behauptet hat".Entsprechend der in diesen Worten verkündeten Anschauungseines Ministers entwarf nun Schulze einen Bericht an denKönig, der ausführlich die Gründe für eine Erhöhung desEtats der Berliner Hochschule entwickelte. Mit Nachdruckwurde hier daran erinnert, in welchem Geist sie gegründetund bisher geleitet, welche Früchte dadurch erzielt seien,welche Aufgabe der preussische Staat zu lösen habe. Ihmsei die Bestimmung geworden, alles gesetzmässige geistigeStreben zu schützen, das Haupt des gebildeten Deutschlandszu sein und mittelst liebender Pflege der Wissenschaft dasWerk der Reformation fortzusetzen und auf diesem weitenaber sichern Wege zwischen der evangelischen und der katho-lischen Kirche eine gegenseitige Verständigung einzuleiten;